„Mit zwei Abschüssen geben wir uns nicht zufrieden“, kündigt Alberich Hofer an.<BR /><BR /> „Die staatliche Wildbeobachtungsstelle ISPRA hat im Auftrag des Ministeriums diese Aufteilung vorgenommen“, teilt der Abteilungsdirektor für Forstdienst, <b>Günther Unterthiner</b>, auf Anfrage mit. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1265727_image" /></div> <BR /><BR />„Wie es derzeit ausschaut, wird uns ISPRA bei den vom Gesetz her vorgesehenen Anfragen um Gutachten für die Entnahme von Wölfen ab zwei Wölfen kein positives Gutachten ausstellen, weil wir damit unsere Quote bezüglich Erhaltungszustand erreicht haben.“ Dabei sei auch weiterhin umfangreiche Dokumentation für Abschüsse notwendig. „So ist der derzeitige Stand der Dinge. Es gibt aber negative Rückmeldungen von mehreren Regionen zu diesen festgelegten Quoten“, berichtet Unterthiner.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1265730_image" /></div> <BR /><BR />„Wir werden alles daran setzen, damit wir zumindest fünf oder sechs Wölfe erlegen können“, meint Bergbauernsprecher <b>Alberich Hofer.</b> „Die Verhandlungen sind aber sehr schwierig. Unsere große Hoffnung ist die Autonomiereform – dass diese bis Juli oder August über die Bühne gebracht wird. Darin sind Umweltschutz und Großraubwild verankert.“ Danach werde Südtirol hoffentlich autonom handeln können. Ein weiterer Vorteil werde sich durch den Ausbau des Wolfsmonitorings ergeben. Aber es habe sich auch gezeigt, dass es mit der ISPRA weiterhin schwierig bleibe – und dies, obwohl der Schutzstatus des Wolfes gesenkt wurde. <BR />„Rom hat skurrilerweise die selben Zahlen festgelegt wie im vergangenen Jahr“, meint der Direktor des Jagdverbandes, <b>Benedikt Terzer</b>.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1265733_image" /></div> <BR /><BR />„Ausgangspunkt ist die letzte staatsweite Wolfszählung im Winter 2020/2021. Maximal fünf Prozent des erhobenen Bestandes dürfen zum Abschuss freigegeben werden“, erklärt Terzer. Rom arbeite damit noch mit altem Zahlenmaterial. „Die Römer gehen somit von 40 Wölfen in Südtirol aus“, kritisiert Terzer. Südtirol habe zwar neue Zahlen vorgelegt – diese seien aber nicht berücksichtigt worden. Nun bleibe abzuwarten, ob sich mit weiteren Wolfs-Erhebungen zusätzlicher Spielraum bei den Abschüssen ergeben werde. Solche Erhebungen sei man imstande, innerhalb von einigen Monaten durchzuführen. Ziel sei es, „so robuste Wolfszahlen zu erheben, dass die Römer diese nicht anzweifeln können“, meint Terzer.