„Die SVP hat noch immer nicht begriffen, dass es nicht ihr zusteht, den Landtagspräsidenten für die italienische Sprachgruppe zu bestimmen“, ärgert sich Alessandro Urzí. Dennoch kann er sich vorstellen für Maurizio Vezzali (PdL) zu stimmen.„Er ist für mich durchaus wählbar“, sagt auch Pius Leitner. Darauf festlegen will sich bei den Rechtsparteien aber bislang nur Donato Seppi.Maurizio Vezzali (PdL) genießt Sympathien auch außerhalb seiner eigenen Partei. Doch während sich die SVP bereits klar für Vezzali ausgesprochen hat, bleibt der rechte Gesinnungsgenosse Alessandro Urzí (FLI) zurückhaltend.„Ich schätze Vezzali als Person und Politiker sehr“, schickt er voraus. Und er könne sich daher auch vorstellen, ihm das Vertrauen als Landtagspräsident zu geben. Dennoch behält er sich die Entscheidung vor: „Ich muss das erst mit meinen Parteikollegen besprechen“.Zumal es ihm bitter aufstößt, „wenn die SVP meint, sie könnte den Kandidaten der italienischen Sprachgruppe vorgeben“.Ähnlich sieht das auch Pius Leitner von den Freiheitlichen: „Das Amt ist derzeit der italienischen Sprachgruppe vorbehalten, also sollte der Vorschlag für dessen Besetzung auch von dieser Gruppe kommen. Ich habe aber noch gar keinen offiziellen Vorschlag bekommen“, so der Freiheitliche Landtagsabgeordnete.Ein klares Bekenntnis zu Vezzali kommt dagagen von Donato Seppi (Unitalia): „Ich war schon vor zwei Jahren für Maurizio Vezzali und ich habe meine Meinung seither nicht geändert“, sagt er knapp.Landtagspräsidentschaft: Rein theoretisch stehen fünf Kandidaten zur AuswahlMinnitis Nachfolger muss der italienischen Sprachgruppe angehören, denn diese muss bis zu den Neuwahlen im Herbst 2013 den Präsidenten stellen.Rein theoretisch stehen auf italienischer Seite damit nur fünf Kandidaten zur Auswahl: Elena Artioli (Lega Nord), der Grüne Riccardo Dello Sbarba, Unitalia-Vertreter Donato Seppi, Alessandro Urzì (Futuro e Libertà) und Maurizio Vezzali vom PdL.ih/D_____________________________________________________________________Mehr zur Wahl des Landtagspräsidenten lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe der Tageszeitung „Dolomiten“.