Dienstag, 16. Februar 2021

Hier wurde die südafrikanische Mutation in Südtirol festgestellt

Wie berichtet, gibt es in Südtirol 6 bestätigte Fälle der südafrikanischen Coronavirus-Mutation B.1.351. Wo die Fälle aufgetreten sind und was das für die jeweiligen Gemeinden bedeutet, berichtete Landeshauptmann Arno Kompatscher am Dienstag auf der Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung.

Arno Kompatscher bei der heutigen Pressekonferenz. - Foto: © lpa
„Es war nur eine Frage der Zeit, bis die südafrikanische Mutation auch in Südtirol festgestellt werden würde“, so Arno Kompatscher. Das liege nicht nur an der Nähe zu Nordtirol, wo einige Hundert dieser Fälle aufgetreten sind, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass die Mutation auch in einigen Regionen Italiens bereits zirkuliert. Und: „Diese Nachricht erfüllt uns mit einer gewissen Sorge.“

Die Fälle der südafrikanischen Variante in Südtirol, die 6 Einzelpersonen betreffen, traten in den 4 Gemeinden Meran, St. Pankraz in Ulten, Riffian und in Moos in Passeier auf. Kompatscher habe den Gesundheitsminister über das Auftreten der Mutation informiert, Landesrat Thomas Widmann stehe im intensiven Austausch mit den Experten im CTS (Comitato Tecnico Scientifico – Ministero della Salute) und ISS (Istituto Superiore di Sanità), um allfällige weitere spezifische Maßnahmen zu definieren.

In den 4 betroffenen Gemeinden werden nun engmaschig weitere Tests durchgeführt, so wie es das Protokoll für Zonen, in denen Mutationen aufgetreten sind, vorsieht, so der Landeshauptmann. Außerdem werde das Contact tracing, also die Verfolgung der Kontakte, in ausgeweiteter Form erfolgen. Die Organisation dieser besonderen Maßnahmen laufe seit gestern Abend.

Auch über restriktivere Maßnahmen in den Gemeinden mit südafrikanischer Mutante werde am Nachmittag beraten. Um 17 Uhr wird Landeshauptmann Kompatscher dann, wie gestern im Südtiroler Landtag vereinbart, das Kollegium der Fraktionssprecher treffen, um darüber zu informieren und allfällige Hinweise und Stellungnahmen entgegen zu nehmen.

Anschließend sollen die notwendigen Maßnahmen in die Wege geleitet werden. Diese werden in eine Verordnung münden, die morgen von Landeshauptmann Kompatscher unterzeichnet werden wird.

Wie durchgesickert ist, gilt es als sehr wahrscheinlich, dass in den betroffenen Gemeinden am Montag Bildungseinrichtungen wie Kindergarten, Grundschule und Mittelschule nicht wie geplant öffnen. Die Oberschüler sind, wie berichtet, sowieso auch in der Woche nach den Ferien im Fernunterricht.

Ob die Schulen und Bildungseinrichtungen im restlichen Land am Montag öffnen, bleibt abzuwarten.

vs