Der freie Abgeordnete Andreas Leiter Reber spricht sich deshalb dafür aus, dass bei der Vergabe des Landesbettenkontingents bestehende Kubatur in Baudenkmälern der Vorzug gegeben werden soll.<BR /><BR />Ein Beispiel ist der Ansitz Stegen in Bruneck. Der Komplex ist sehr groß – alle Gebäude sind sanierungsbedürftig, beim Stadel ist inzwischen das Dach eingebrochen. In diesem Zustand darf der Stadel laut Gesetz nicht bleiben. „Wenn wir nicht ein Dach aufstellen, dann will das Denkmalamt eine Firma damit beauftragen und wir müssen diese Kosten für das Dach dann zur Gänze selbst übernehmen“, berichtet Miteigentümer <b>Peter Alvera</b>. Für die Gebäude- und Dachsanierung fallen so viele Kosten an, dass nur mehr eine Möglichkeit besteht, um diese zu finanzieren und gleichzeitig die Gebäude in Familienbesitz zu halten: Ferienwohnungen zu errichten. Schon seit vielen Jahren gibt es dafür Pläne. „Doch dafür brauchen wir Betten“, sagt Alvera. <BR /><BR />Zwar könne die Gemeinde Bruneck noch 60 bis 70 Betten vergeben – aber dafür müsste der Ansitz Stegen über eine Bauleitplanänderung in die A-Zone verlegt werden. Und das kann ein bis zwei Jahre dauern – in der Zwischenzeit werden diese Betten nicht mehr zur Verfügung stehen, erklärt Alvera. Deshalb hoffe man auf die Gewährung von Betten aus dem Landeskontingent.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1295496_image" /></div> <BR /><BR />Es gibt mehrere solche Fälle, sagt Leiter Reber. In manchen Gemeinden würden mit der Bettenstopp-Regelung die Betten ausschließlich an bestehende Betriebe vergeben – und die Eigentümer von denkmalgeschützten alten Gebäuden mit einem innovativen Konzept für ihre Häuser schauen dann durch die Finger, bemängelt Reber. Er bringe deshalb beim Finanzgesetzentwurf des Landes einen Beschlussantrag ein, mit dem die Landesregierung dazu aufgefordert wird, bei der Zuweisung von Gästebetten aus dem Landesbettenkontingent der Nutzung bestehender Kubatur in Baudenkmälern den Vorzug zu geben – oder Baudenkmäler von der Bettenstopp-Regelung auszunehmen. Weiters sollen bei der Zuweisung von Gästebetten aus dem Landeskontingent touristische Betriebe, die sich zur Verwendung lokaler Produkte verpflichten, besonders berücksichtigt werden, fordert Leiter Reber.