Dienstag, 26. April 2016

Hofer sieht keine Chance für einen grenzfreien Brenner

Der österreichische FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer will in der Stichwahl bei seiner bisherigen Linie bleiben.

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Foto: © APA

„Ich werde meinen Weg genauso weitergehen“, sagte er am Dienstag bei einer Pressekonferenz nach dem FPÖ-Parteivorstand. Er sei „sehr zuversichtlich“, in der Stichwahl am 22. Mai die 50-Prozent-Marke deutlich zu übertreffen.

Hofer betonte, er sei – nach dem gestrigen Montag, den er der Familie und seinem Rudergerät gewidmet habe – wieder „hoch motiviert“ für den Wahlkampf. „Heute geht es wieder los.“ Punkten will Hofer in den kommenden vier Wochen mit den schon bekannten Themen.

„Keine andere Möglichkeit“

Das Thema Flüchtlinge sparte Hofer weitgehend aus. Gefragt nach den Grenzkontrollen an der Brenner-Grenze sagte Hofer, er habe keine Freude damit, „aber wir haben keine andere Möglichkeiten“.

Man müsse nun alles daran setzen, dass die Schengen-Außengrenzen gesichert werden – „damit die vorübergehenden Maßnahmen wieder ausgesetzt werden können“.

Auch Strache meldet sich zum Brenner zu Wort

Etwas schärfer legte Parteichef Heinz-Christian Strache sein Resümee des bisherigen Wahlganges an. Kritik ernteten etwa Meinungsforscher, aber auch die Medien, die mit ihrer Einschätzung zu Hofers Chancen zu Beginn der Kampagne völlig danebengelegen seien.

In der Frage der Grenzkontrollen am Brenner sieht Strache Italien gefordert: „Es ist die Verantwortung Roms. Wenn Rom dem nicht nachkommt, sind wir gezwungen zu handeln.“

apa

stol