Eine Verlängerung soll morgen vom Ministerrat beschlossen werden. Ohne eine solche Maßnahme könnte der Dieselpreis nach Berechnungen auf bis zu 2,34 Euro je Liter steigen.<BR /><BR />Eigentlich will die Regierung von dem Tankrabatt wegkommen und künftig gezielter Haushalte mit niedrigem Einkommen unterstützen. Doch innerhalb der Regierungsmehrheit gibt es noch Streit darüber, wer Anspruch auf die Hilfen haben soll. Deshalb zeichnet sich nun möglicherweise eine weitere Übergangslösung ab. Nach den bisherigen Plänen könnte der Rabatt auf Diesel zunächst um rund weitere zwei Wochen verlängert werden. Anschließend soll ein gezieltes Hilfsprogramm für die Monate Oktober, November und Dezember folgen. Dabei sollen die Zuschüsse stärker nach Einkommen ausgerichtet werden. <BR /><BR />Die Regierung steht unter Zeitdruck: Eine weitere Entlastung soll nicht nur die Belastung für Autofahrer begrenzen, sondern auch den politischen Druck beim Thema Inflation verringern. Ein Verzicht auf neue Maßnahmen könnte der Regierung und der Mehrheit im Parlament angesichts der hohen Kraftstoffpreise erheblichen Gegenwind einbringen.<BR /><BR />Die bisherigen Entlastungen haben den italienischen Staat bereits Milliarden gekostet. Nach einer Analyse der wissenschaftlichen Dienste von Abgeordnetenhaus und Senat beliefen sich die Kosten der von der Regierung vom 19. März bis zum 10. September beschlossenen Verbrauchsteuersenkungen auf rund 2,07 Milliarden Euro. Davon entfielen 689,2 Millionen Euro auf den sogenannten mobilen Verbrauchsteuermechanismus. Die übrigen Mittel wurden nach Angaben der Analyse durch Kürzungen bei Ministerien finanziert.