Mittwoch, 01. Juli 2020

Schulamt-Funktionär lässt Noten seines Sohnes verbessern – Thema im Landtag

In der Bozner Mittelschule „Ugo Foscolo“ habe ein hoher Funktionär des Schulamts interveniert, um die Noten seines Sohnes in 2 Fächern nach oben zu korrigieren. Dieser mutmaßliche Fall von bildungspolitischer Einflussnahme war am Dienstag auch Thema in der Fragestunde des Landtags.

Der hohe Funktionär war mit 2 Noten im Zeugnis seines Sohnes nicht zufrieden und ließ sie vom Klassenrat nach oben korrigieren. Der Fall beschäftigte am Dienstag auch den Landtag. (Symbolbild)
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Der hohe Funktionär war mit 2 Noten im Zeugnis seines Sohnes nicht zufrieden und ließ sie vom Klassenrat nach oben korrigieren. Der Fall beschäftigte am Dienstag auch den Landtag. (Symbolbild) - Foto: © stu
Aufgrund der Anfrage des hohen Funktionärs wurde eigens der Klassenrat einberufen, der dann, trotz Widerstands einiger Lehrer, die beiden Noten um jeweils eine Note nach oben korrigiert habe. Es sollen eine 7 in Musikerziehung und eine 6 in Technik gewesen sein, mit denen der Vater alles andere als zufrieden war.

In der aktuellen Fragestunde des Landtags am Dienstag kam dieser heikle Vorfall nun auf den Tisch. Sandro Repetto vom Partito Democratico (PD) wollte wissen, ob es üblich sei, bereits ausgestellte Zeugnisse zu revidieren, und ob es der Wahrheit entspreche, dass einige Klassenräte der genannten Schule wieder einberufen wurden, um bereits ausgehändigte Zeugnisse zu revidieren.

Landesrat Giuliano Vettorato erklärte daraufhin, dass die Schule die Klassenräte einberufen könne, falls man Fehlbeurteilungen vermute. Im angesprochenen Fall habe es eine solche Einberufung gegeben, diese sei nun Gegenstand von Untersuchungen.

Ob dieser mutmaßliche Fall von Einflussnahme für den Funktionär auf politischer Ebene Konsequenzen haben wird, das bleibt nun abzuwarten.

vs

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