Sonntag, 19. September 2021

Holocaust-Monument in den Niederlanden eingeweiht

Mehr als 76 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges und nach jahrelangem Rechtsstreit ist in Amsterdam das Nationale Holocaust Denkmal eingeweiht worden.

König Willem-Alexander enthüllt das "Namenmonument". - Foto: © APA/AFP / OLAF KRAAK

König Willem-Alexander enthüllte am Sonntag das „Namenmonument“, das auf Initiative des niederländischen Auschwitz Komitees errichtet wurde. Es ist das erste Denkmal des Landes, das namentlich an alle 102.000 niederländische Juden sowie Sinti und Roma erinnert, die von den deutschen Nationalsozialisten ermordet wurden.

Es sei ein Monument gegen das Vergessen, sagte Ministerpräsident Mark Rutte. „Diese Monument sagt: Nein, wir vergessen euch nicht. Nein, wir lassen nicht zu, dass eure Namen ausgelöscht werden. Nein, das Böse hat nicht das letzte Wort.“

Der Premier betonte auch, dass das Mahnmal die Niederlande dazu zwinge, Rechenschaft über den „kalten Empfang“ der wenigen Juden abzulegen, die die Vernichtungslager überlebt hatten und zurückgekehrt waren. Rutte sprach von „einem schwarzen Kapitel unserer Geschichte“.

Der polnisch-amerikanische Architekt Daniel Libeskind hatte das Mahnmal entworfen. Es befindet sich im Zentrum der Stadt nahe dem Jüdischen Viertel. Das Monument besteht aus Backsteinmauern in der Form von vier hebräischen Buchstaben. Sie bedeuten „Im Gedenken“.

apa

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