Der Beginn des Urnengangs verlief holprig, vielerorts gab es technische Probleme mit der neu eingeführten biometrischen Technik. Die Wahllokale sollten um 19.00 Uhr MESZ schließen, erste Ergebnisse wurden für den späten Abend erwartet. Gewählt wurden Regierungen und Parlamente von Zentralstaat und beider Teilstaaten.<BR /><BR />Das Balkanland ist seit dem Friedensschluss im Jahr 1995 in einen serbischen und einen kroatisch-muslimischen Land geteilt, die weitgehend autonom sind. Das zentrale Parlament hat wenig Befugnisse, ebenso wie das dreiköpfige Staatspräsidium des Zentralstaats. Die Präsidentschaft ist mit einem Kroaten, einem bosnischen Muslim (Bosniaken) und einem Serben besetzt. Mit substanziellen Machtverschiebungen wird aber auch bei dieser Wahl nicht gerechnet.<BR /><BR />Mit Spannung wird jedoch erwartet, ob sich in der serbischen Teilrepublik der Präsidentschaftskandidat der bisherigen Opposition, Branko Blanuša, gegen den bisherigen Ministerpräsidenten Savo Minić durchsetzen kann. Minić wird vom starken Mann der Republika Srpska, Milorad Dodik, unterstützt.<BR /><BR />Dodik war im vergangenen Jahr als Präsident der Teilrepublik abgesetzt worden, weil er seine Befugnisse überschritten hatte. Er darf bei Wahlen sechs Jahre lang nicht kandidieren. Dennoch dominierte sein Gesicht den Wahlkampf in der Hauptstadt Banja Luka. Am Sonntag rief Dodik die Serben zur Wahl auf und sagte, er erwarte ein „herausragendes“ Ergebnis für sein Lager.