Freitag, 22. November 2019

Hoteliers setzen Mitarbeit bei Olympia-Vorbereitung aus

Im Streit um den Olympia-Sponsor Airbnb nimmt der französische Verband der Hotelindustrie (UMIH) vorerst nicht mehr an Vorbereitungstreffen für die Olympischen Spiele 2024 in Paris teil. Die Partnerschaft IOC-Airbnb betrifft auch die Spiele 2026 in Mailand/Cortina, bzw. Antholz.

IOC-Präsident Thomas Bach (l.) und Airbnb Mitgründer Joe Gebbia verkündeten am Montag ihre Zusammenarbeit.
IOC-Präsident Thomas Bach (l.) und Airbnb Mitgründer Joe Gebbia verkündeten am Montag ihre Zusammenarbeit. - Foto: © APA/afp / DANIEL LEAL-OLIVAS

Dies bedeute jedoch keinen Boykott, schon in der nächsten Woche seien neue Kontakte für eine Klärung geplant, hieß es am Freitag aus dem Verband.

Der französische Verband hatte die Zusammenarbeit des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mit dem Sponsor Airbnb scharf kritisiert. Die Partnerschaft zwischen dem Apartment-Vermittler und dem IOC sei respektlos gegenüber allen in der Hotelbranche, die seit der Kandidaturphase der Stadt Paris für die Spiele 2024 mitgearbeitet hätten, hatte UMIH-Präsident Roland Héguy gesagt.

Das IOC hatte am Montag die weltweite Partnerschaft mit Airbnb bis 2028 bekanntgegeben. Bei den Spielen 2016 in Rio de Janeiro war das Unternehmen schon Partner des lokalen Organisationskomitees.
Eine Airbnb-Sprecherin teilte in Berlin mit, die Partnerschaft werde die Kosten für die Ausrichtung der Spiele in Paris senken. „Paris ist die weltweit am meisten auf Airbnb vertretene Stadt, und jeder 4. Pariser nutzt Airbnb, um sein Zuhause zu teilen oder die Welt zu erkunden“, erklärte sie.

Damit gilt diese Partnerschaft auch für die Winterspiele 2026 in Mailand/Cortina. Die Hoteliers in Antholz, wo die Biathlon-Wettkämpfe ausgetragen werden, sind über dieses Sponsoring sicher nicht glücklich.

Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben eng mit der französischen Regierung zusammen – dazu gehöre auch die Kooperation beim Erheben der Tourismussteuer über die Plattform. Airbnb habe im vergangenen Jahr 24 Millionen Euro Tourismussteuern in Frankreich weitergereicht.

apa/dpa