Denn dazu hätte man den abzuändernden Gesetzentwurf von Andreas Colli zur Abschaffung des ganzen Registers behandeln müssen. Und das konnte die Mehrheit aufgrund zweier Absenzen erst gar nicht riskieren. <BR /><BR />Wie kommt man in Sachen DNA-Register aus der Sackgasse? Zurück auf Start, also das entsprechende Gesetz abschaffen, will man in der Mehrheit überwiegend nicht. Diejenigen Hundehalter strafen, die die DNA ihres Vierbeiners nicht hinterlegt haben, will man aber auch nicht.<h3> Gesetzentwurf kam nicht zur Behandlung</h3> Die Hundesteuer ist ebenfalls vom Tisch. Und über die hinter verschlossenen Türen gefundene Lösung – eine Aussetzung der Strafen ohne Termin – konnte gestern nicht abgestimmt werden. Dabei hatte man es sich so nett zurechtgelegt. Wäre doch mit dem Gesetzentwurf von Andreas Colli (Wir Bürger), der eine Abschaffung des Registers vorsieht, eine Vorlage vorhanden gewesen, die man zwar nicht annehmen, aber über Noggler abändern wollte. <BR /><BR />Doch der Entwurf kam als Punkt 18 auf der Tagesordnung gar nicht erst zur Behandlung. Zum einen, weil weder aus der Opposition noch aus der Mehrheit jemand einen Antrag auf Vorziehen des Colli-Entwurfes gestellt hatte. Und zum anderen, weil die Mehrheit „selber durch lange Reden absichtlich verhindert hat, dass das Colli-Gesetz doch noch drankommt, weil sie wegen zweier Absenzen in der Minderheit war“, erklärt der Team-K-Abgeordnete Paul Köllensperger. Er findet „die Posse um das Hundekacke-Gesetz nur noch peinlich für die SVP“. <BR /><BR /><embed id="dtext86-72460895_quote" /><BR /><BR /> Laut seiner Einschätzung wäre das Colli-Gesetz nämlich „sicher mit den Stimmen der Opposition durchgegangen, aber als Abschaffung samt Rückerstattung der Gelder an die Hundehalter, die ihr Tier gesetzestreu testen hatten lassen“. Auch für die Grüne Brigitte Foppa hätte es gestern die Möglichkeit gegeben, aus der Sackgasse herauszufinden: „Die Mehrheit hätte den Gesetzentwurf von Colli annehmen können, der das nicht umsetzbare DNA-Gesetz außer Kraft gesetzt hätte. Aber die Mehrheit sah tatenlos zu und ließ den Tag vorübergehen.“ <BR /><BR />Damit bleibe vorerst alles beim Alten und 28.000 Hundebesitzer im Unsicheren darüber, ob sie künftig zur Kasse gebeten werden oder nicht. <BR /><BR /><embed id="dtext86-72460899_quote" /><BR /><BR />„Ganz Südtirol muss leiden, weil die SVP-geführte Landesregierung einfach nicht die Grandezza hat zuzugeben, dass das aktuelle DNA-Gesetz ein Fehler war und abzuschaffen ist“, ärgert sich der Freie Abgeordnete Andreas Leiter Reber. Er ist überzeugt: „Das Gesetz gehört abgeschafft.“ Und kündigt an, einen entsprechenden Artikel für das anstehende Stabilitätsgesetz einzubringen. „Wenn der politische Wille gegeben ist, könnte der Artikel trotz verstrichener Frist behandelt werden“, betont er.