Am deutlichsten wurde Fratelli d'Italia-Fraktionssprecherin <b>Anna Scarafoni</b>. „Wenn die SVP vorschlägt, eine Steuer von 100 Euro für die Hundehaltung in Südtirol einzuführen, wird Fratelli d’Italia eine Steuer von 100 Euro für jede Kuh vorschlagen, die sich auf Südtiroler Weiden aufhält“, giftete sie in Richtung Koalitionspartner. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/wenn-die-svp-hunde-besteuern-will-schlagen-wir-vor-kuehe-zu-besteuern" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Wir haben berichtet)</a> Ihr Parteikollege und Vize-Landeshauptmann <b>Marco Galateo</b> versucht, die Wogen zu glätten. „Das war eine Provokation. Die Bauern bezahlen bereits eine Steuer für ihre Kühe. Wir haben in der Partei nicht darüber gesprochen“, sagt er.<BR /><BR /><embed id="dtext86-71586731_quote" /><BR /><BR />Kritik kommt von einem weiteren SVP-Koalitionspartner, von den Freiheitlichen. „Hunde und Kühe in einen Topf zu werfen, ist grotesk und geht völlig daneben. Eine Kuhsteuer ins Spiel zu bringen, ist sachlich falsch und zeugt von mangelndem Respekt gegenüber unserer bäuerlichen Welt“, lässt Parteivorsitzender <b>Roland Stauder</b> per Aussendung wissen.<BR /><BR />Ganz und gar nicht angetan vom Gesetzentwurf Walchers ist auch Landesrat <b>Christian Bianchi</b> (Forza Italia). „Eine Hundesteuer ist nicht die richtige Lösung. Das würde als Maßnahme verstanden werden, um Kasse zu machen, und wäre für viele Menschen, insbesondere jene mit geringem Einkommen, eine große Belastung“, so Bianchi.<h3> Unterstützung für Walcher aus den eigenen Reihen</h3>Tatsache ist, dass Bewegung in die Sache kommen muss. „Wird das Gesetz nicht geändert, werden alle Hundebesitzer, die für ihr Tier keinen DNA-Test vorlegen, ab 2026 zur Kasse gebeten. Das wollen wir nicht“, erklärt Landesrat Galateo. Das bestätigt auch sein Amtskollege Walcher. Er geht davon aus, dass von 27.000 Hunden im Land die DNA bislang noch nicht registriert wurde. „Die Landesregierung muss sich mit diesem Thema auseinandersetzen – und das werden wir machen“, kündigt er an.<BR /><BR />Unterstützung kommt für Walcher hingegen aus den eigenen Reihen. „Auch wenn es offensichtlich Diskussionsbedarf zum Thema gibt, stehen wir voll hinter der Linie des Landesrates“, sagt SVP-Fraktionssprecher <b>Harald Stauder</b>. Man werde versuchen, die Missverständnisse innerhalb der Mehrheit auszuräumen. „Es gibt immer wieder Themen, bei denen man länger diskutieren muss, um eine Einigung zu finden. Wir hoffen auf eine gute Lösung“, gibt er sich optimistisch. Zudem bleibe abzuwarten, wie die anderen Fraktionen im Landtag den Vorschlag sehen.