Mittwoch, 21. Oktober 2020

Ibiza-Ausschuss: Die Lesung des Rene Benko

Als erste prominente Auskunftsperson ist am Mittwoch Immobilien-Unternehmer Rene Benko vor dem U-Ausschuss im Parlamentsausweichquartier in der Wiener Hofburg erschienen. Er war von Ex-FPÖ-Chef Heinz Christian Strache im Ibiza-Video als angeblicher Parteispender genannt worden.

Immobilieninvestor Rene Benko am Mittwoch in Wien. - Foto: © HELMUT FOHRINGER
Beginnend auf der Gemeindeebene über national bis international habe sein Unternehmen, die Signa Holding, „Berührungspunkte“ mit der Politik, so Benko in seinem Eingangsstatement, das ansonsten nichts mit dem Untersuchungsgegenstand zu tun hatte.

Relevantes kam im gänzlich vorgelesenen Eingangsstatement des Milliardärs, der keinen Kameraschwenk zuließ, nicht mehr vor. Er sei nicht ins Tagesgeschäft der Signa Gruppe involviert. Als Vorsitzender von deren Beirat befasse er sich mit Fragen der Strategie und Weiterentwicklung. „Ich bitte darum mir nachzusehen, dass ich nicht zu allen Details Auskunft geben kann.“

Benko bewarb die Tätigkeiten der einzelnen Unternehmen seiner Signa-Holding ausführlich und sprach etwa lieber von „wichtigen Beiträgen zur Stadtentwicklung“ durch seine Firmen in vielen Städten Europas. Mehrmals hob er hervor, für wie viele Jobs seine Unternehmen sorgen würden – während seine Galeria Karstadt Kaufhof in Deutschland nach dem erfolgreichen Abschluss des Insolvenzverfahrens reihenweise Warenhäuser schließt.

apa