Dienstag, 12. April 2022

„Ich bin für einen Rückzug von Karl Zeller“

Thomas Widmann dürfte nur mehr 2 bis 3 Wochen in der Landesregierung sitzen. Mit Karl Zeller werde es noch weitere Gespräche geben. „Ich hoffe auf ein Einlenken. Wenn nicht, werde ich die Parteileitung einberufen, die Zellers Mandat als Vizeobmann suspendieren kann“, sagt SVP-Obmann Philipp Achammer.

Philipp Achammer: „Ich bin ich im Interesse der Partei für einen Rückzug von Karl Zeller.“ - Foto: © ANDREAS KEMENATER

Das sagt der SVP-Obmann zur Entscheidung des Parteiausschusses, die Landesregierung zu verkleinern und wie es mit seinem Stellvertreter Karl Zeller weitergehen soll.

STOL: Herr Achammer, ein Parteiausschuss ohne Abstimmung am Ende. Weil es keine Mehrheit gegeben hätte?
Philipp Achammer: Nein, die hätte es gegeben. Viele brachten ihr Bedauern zum Ausdruck. Jetzt aber zu meinen, dass viele etwas anderes wollten und sich nur nicht getraut hätten, gegen Obmann und Landeshauptmann aufzutreten, ist falsch.


Bekanntlich bin ich im Interesse der Partei für einen Rückzug von Karl Zeller.
Philipp Achammer, SVP-Obmann



STOL: Warum gab es dann die Zustimmung der Partei?
Achammer: Die Leute wollen, dass die Angelegenheit abgeschlossenen, die Partei befriedet wird, Ruhe einkehrt und wir zur Sachpolitik zurückkehren.

STOL: Was genau sieht der genehmigte „Gesamtvorschlag“ vor?
Achammer: Abgesehen von der Verkleinerung der Landesregierung ist es der Vorschlag vom 1. April der Parteileitung mit den Rücktritten von Thomas Widmann und Christoph Perathoner. Zudem die Vertrauensfrage an Gert Lanz, der von sich aus zurückgetreten ist sowie Gespräche mit Karl Zeller, an deren Ende ich der Partei weitere Schritte vorschlage. Bekanntlich bin ich im Interesse der Partei für einen Rückzug von Karl Zeller.

STOL: Widmann wird gegangen. Wie geht es mit Zeller weiter?
Achammer: Es gab ein Gespräch und es wird weitere geben. Dann werde ich die Parteileitung einberufen, um Vorschläge zu machen, die bis zur Suspendierung von Zellers Mandat gehen. Es ist viel von Bedauern und Abgängen erhobenen Hauptes die Rede, aber es gibt auch zerrüttete Vertrauensverhältnisse.

bv

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Sigmund Kripp
12. April 2022 07:41
Ich verstehe nicht, warum von einer "Abhöraffäre" gesprochen wird! Es ist ja nicht die Abhörung ein Skandal, denn die wurde von staatlichen Behörden angeordnet. Der Skandal sind die INHALTE der Abhörungen! Die Korruption, die da zutage tritt! Insofern gehört jedem, der die Protokolle veröffentlicht, ein Orden verliehen!
Sigmund Kripp
12. April 2022 07:46
Ich verstehe gar nicht, warum man immer von einer "Abhöraffäre" spricht?! Denn die Abhörungen wurden ja vom Staat angeordnet! Sind sie deshalb ein Skandal? Der Skandal sind ja die INHALTE der Abhörungen, diese Korruption, die da geplant wurde! Ich finde, jedem, der zur Veröffentlichung beigetragen hat, gehört ein Orden verliehen!
Hermann Zanier
12. April 2022 15:12
Das Problem, Herr Kripp, entsteht, wenn die Abhörungen manipuliert werden, gekürzt, vom Zusammenhang entnommen, so dass praktisch Falschmeldungen verbreitet werden. Für den normalen Sterblichen, wie Sie und ich, entsteht nun ein unlösbares Problem, und zwar die Wahrheit zu rekonstruieren. Das ist heutzutage ein nicht zu bewältigendes Unterfangen, wegen der enormen Menge an Mitteilungen. Was zählt, ist das Ergebnis und darauf bin ich neugierig. Was wird man uns als Erneuerung verkaufen wollen? Man braucht keine Erneuerung, Anstand würde genügen.