Montag, 2. Mai 2022

Im Juni und September: Hoher Besuch in Südtirol erwartet

Der österreichische Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka hat am Montag in Rom den italienischen Staatschef Sergio Mattarella getroffen. Dabei wurde bekannt: Gipfeltreffen in Südtirol stehen bevor.

Der österreichische Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (links im Bild) und der italienische Staatschef Sergio Mattarella. - Foto: © APA / JOHANNES ZINNER

Im Gespräch mit Mattarella wurde auch die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Österreich und Italien im Rahmen der Euregio aus Tirol, Trentino und Südtirol hervorgehoben. „Die Euroregio ist eine entscheidende Struktur, die grenzüberschreitende Kooperation möglich macht“, lobte der Nationalratspräsident. Er dankte Mattarella für die Begnadigung des zu lebenslänglicher Haft verurteilten ehemaligen Südtirol-Aktivisten Heinrich Oberleiter im vergangenen Dezember.

Ministerpräsident Mario Draghi - Foto: © ANSA / ALESSANDO DI MEO


Mattarella hob die Bedeutung zweier historischer Gedenkveranstaltungen hervor, die in den nächsten Monaten geplant sind und Südtirol betreffen:

Bundeskanzler Karl Nehammer - Foto: © APA / TOBIAS STEINMAURER



Das Jubiläum „30 Jahre Streitbeilegung“ vor der UNO am 11. Juni, bei dem es in Südtirol ein Treffen von Außenminister Luigi Di Maio mit seinem österreichischen Amtskollegen Alexander Schallenberg geben wird, sowie das 50-jährige Jubiläum des zweiten Autonomie-Statuts am 5. September. Zu diesem Anlass werden sich Ministerpräsident Mario Draghi und der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer in Meran treffen.

Außenminister Luigi Di Maio (links im Bild) und sein österreichischer Amtskollege Alexander Schallenberg bei einem Treffen in Rom. - Foto: © APA / MICHAEL GRUBER



Vor seinem Gespräch mit Mattarella traf Sobotka die italienische Innenministerin Luciana Lamorgese. Das Thema der Aufnahme ukrainischer Kriegsflüchtlinge, das sowohl Österreich als auch Italien beschäftigt, sowie die Migrationsströme im Mittelmeer-Raum standen im Fokus. Dabei sprach sich Lamorgese klar für eine Stärkung der EU-Grenzschutzbehörde Frontex aus. Lamorgese lobte auch die gute Zusammenarbeit mit Österreich im Rahmen der grenzüberschreitenden Polizeikooperation.

Sobotka führt am Dienstag weitere politische Gespräche in Rom. So wird er die Parlamentspräsidenten Maria Elisabetta Alberti Casellati und Roberto Fico treffen. Vorgesehen sind auch Gespräche mit Südtiroler Parlamentariern.

apa

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden