Nach dem Treffen mit den Dachverbänden gab es Lob und Kritik. <BR /><BR />„Mir kam es vor, es ist ein Weg in die richtige Richtung“, meinte der Obmann des Chorverbandes Erich Deltedesco, auch wenn die Darstellung vage geblieben sei. „Ich setze große Hoffnungen in das Gesetz. Und ich hoffe, dass die Vorschläge, die die Verbände bringen können, dann auch umgesetzt werden“, sagte Deltedesco.<h3> Zemmer: Wir brauchen nicht unbedingt ein Portal</h3> Schützenbund-Geschäftsführer Egon Zemmer bemängelte, es sei nicht ausreichend klar gesagt worden, dass die Vereine gelegentlich Feste veranstalten und dann pauschal abrechnen können, um damit ihre Tätigkeit zu finanzieren. Ein Portal für ein Landesregister sei für die Ämter auf unterschiedlicher Ebene wohl sinnvoll. <BR /><BR />Für die Vereine könnten sich damit aber wieder Probleme beim Einloggen ergeben – z. B. mit Spid als Voraussetzung für die Authentifizierung. Für die Vereine wäre es einfacher, wenn das Land allen Vereinen eine PEC-Mail zur Verfügung stellen würde und einmal im Jahr schickt man dann den Jahresabschluss“, meint der Geschäftsführer des Schützenbundes. <h3> Peer: Bauchweh mit Mehraufwand für die Mitglieder</h3>„Wir hoffen, dass wir das Gröbste für unsere Leute abwenden können“, meint Bauernjugend-Obmann Raffael Peer. „Bauchweh habe ich damit, dass unsere Vereine jährlich Daten abschicken werden müssen – Jahresabschlussrechnung und Tätigkeitsplan. Das ist ein Mehraufwand, den unsere Mitglieder und Funktionäre bisher nicht hatten. So steht es im Landesgesetz. Das ist ein großer Aufwand.“ Bei der Bauernjugend sei jede Ortsgruppe selbständig, das seien alles einzelne Vereine – deshalb betreffe es jede Ortsgruppe.<BR /><BR />Der Vertreter des Sports im Dienstleistungszentrum für das Ehrenamt, Günther Andergassen, meint:„Ich habe den Eindruck dass das Land sehr bemüht ist, für jene Vereine, die nicht im RUNTS eingetragen sind, Rahmenbedingungen zu schaffen, die ihnen die Arbeit erleichtern, auch Sicherheit geben im Umgang mit den Behörden. Natürlich sind auch dem Land Grenzen gesetzt. Man wird die Durchführungsbestimmung voll ausnützen. Wichtig ist für mich dann, das Gesetz im Detail zu kennen.“ <BR /><BR />Der Geschäftsführer des Jagdverbandes, Benedikt Terzer, betont: „Es wird von der Ausformulierung des Landesgesetzes abhängen, ob dieses zusätzliche Landesregister für die gemeinnützigen Organisationen dann auch für weitere Realitäten interessant ist, die im Moment aufgrund verschiedener Gründe nicht in das RUNTS eingetragen sind.“ Auch mit der Eintragung ins staatliche Register RUNTS sei ein Mehraufwand an Bürokratie verbunden – das erschrecke auch gerade kleinere Vereine, sagt der Geschäftsführer.<BR /><BR />„Wir sind als großer Verband bereits im RUNTS eingetragen – wir waren einer der ersten Verbände, die diesen Schritt gewagt haben“, berichtet Angelika Mitterrutzner, Vorsitzende des Katholischen Familienverbandes. „Jetzt nach 2 bis 3 Jahren sehen wir, welche Schwierigkeiten sich ergeben und wie kompliziert es im RUNTS ist. Auch wenn sich gar nichts verändert hat im Verband bei den Vorstandsmitgliedern, so muss das jährlich neu aktualisiert werden.“ Die Wiedereinführung eines Landesregisters sei nun ein richtiger und wichtiger Schritt.<BR /><BR />Einen positiven Eindruck von der ersten Info-Veranstaltung über das künftige Landesgesetz hat der Direktor des Weißen Kreuzes, Ivo Bonamico. „Es tut sich etwas. Einige Vorteile habe ich gesehen. Der Ansatz ist positiv – man muss schauen, was dann herauskommt. Uns als Weißes Kreuz betrifft es nicht direkt. Wir sind im staatlichen Register RUNTS eingetragen – und wir bleiben auch dort. Wir haben kein Interesse, auszusteigen“, meint der Weiß-Kreuz-Direktor. „Es ist eine interessante Entwicklung – ein erster Schritt.“