Dienstag, 24. Oktober 2017

Impfungen: Kompatscher trifft Ministerin Lorenzin

Landeshauptmann Arno Kompatscher und Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin haben sich am Dienstag in Rom getroffen. Die Bilanz des Treffens: Eine höhere Durchimpfungsrate wird angestrebt.

Die Bilanz des Treffens: Eine höhere Durchimpfungsrate wird angestrebt.
Badge Local
Die Bilanz des Treffens: Eine höhere Durchimpfungsrate wird angestrebt. - Foto: © shutterstock

„Ich habe Ministerin Lorenzin erklärt, welche Vorgehensweise in Südtirol in Bezug auf den Impfschutz durchgeführt wird“, berichtete Landeshauptmann Kompatscher im Anschluss an das Treffen. Der Südtiroler Sanitätsbetrieb verschicke ein Informationsschreiben an die Familien, die dieses dann den Schulen bzw. Kindergärten vorlegen müssten.

Kompatscher räumte zwar ein, dass es zu Beginn etliche Widerstände gegeben hat, die neuesten Daten seien aber ermutigend. „Waren es zunächst noch mehr als tausend Kinder, für die die notwendigen Unterlagen zu den Pflichtimpfungen nicht eingereicht worden waren, sind wir mittlerweile bei weniger als 400 angelangt. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass alle zu den Informationsgesprächen erscheinen und anschließend die vorgesehenen Schritte durchführen“, so Kompatscher.

Lorenzin: „Herdenimmunität“ besonders wichtig

Ministerin Lorenzin zeigte Verständnis für die besondere Situation auf lokaler Eben, die auch auf den anderen kulturellen Hintergrund zurückzuführen sei. Sie brachte dennoch ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass es gelingen werde, die Durchimpfungsrate zu erhöhen, und wies auf die zentrale Bedeutung der sogenannten „Herdenimmunität“ hin.

Kompatscher: Prozedur soll schneller und einfacher werden

„Eine positive Neuheit stellt das geplante Gesetzesdekret dar, das derzeit erarbeitet wird“, stellte Kompatscher fest, „damit sollen die Hürden aus dem Weg geräumt werden, die sich aus den Bestimmungen zum Schutz der Privatsphäre in Bezug auf die direkte Weitergabe der Daten des Sanitätsbetriebes an die Schulen und Kindergärten sowie umgekehrt ergeben. Eine solche Maßnahme würde dazu beitragen, die gesamte Prozedur einfacher, schneller und weniger bürokratisch zu gestalten“, so der Landeshauptmann abschließend.

lpa/stol

stol