Sonntag, 03. März 2019

In Italien wird der neue PD-Chef gewählt

Italiens Mitte-Links-Wähler bestimmen am Sonntag den neuen Chef des PD (Partito Democratico), der stärksten Oppositionskraft im Land. 7.000 Wahllokale sind im ganzen Land mit dem Einsatz von 35.000 Helfern geöffnet worden. In mehreren Städten bildeten sich Schlangen vor den Wahllokalen, die bis 20 Uhr offen sind. Mit einem Ergebnis wird gegen Mitternacht gerechnet.

Nicola Zingaretti, Präsident der Region Latium, gilt als Favorit auf den PD-Vorsitz.
Nicola Zingaretti, Präsident der Region Latium, gilt als Favorit auf den PD-Vorsitz. - Foto: © APA/ANSA

Die PD-Parteispitze hofft, dass sich mindestens eine Millionen Wähler an dem Urnengang beteiligen. Drei Kandidaten sind im Rennen. Lediglich der Kandidat, der es auf 50 Prozent der Stimmen schafft, wird sofort gewählt. Ansonsten ermittelt am 17. März die PD-Nationalversammlung, deren Mitglieder von den Wählern bestimmt werden, den neuen Parteichef in einer Stichwahl.

Neben dem Favoriten Nicola Zingaretti, Präsident der Region Latium, hofft der scheidende PD-Vorsitzende Maurizio Martina auf die Wahl zum PD-Chef. Martina führt die Partei seit dem Rücktritt von Ex-Premier Matteo Renzi am 7. Juli 2018. Weniger Chancen werden dem PD-Parlamentarier Roberto Giachetti eingeräumt, dem erfolglosen PD-Bürgermeisterkandidaten bei den Kommunalwahlen 2016 in Rom.

„Wir müssen die EU-Wahlen gewinnen und wir werden es tun. In Italien weht neuer Wind. Die Regierung aus Lega und Fünf Sterne-Bewegung stürzt Italien in den Abgrund und das begreifen die Italiener allmählich“, erklärte Zingaretti, nachdem er am Sonntag seinen Wahlzettel in Rom abgab.

„Unabhängig vom Wahlergebnis: Der neue Parteichef muss von der gesamten Gruppierung unterstützt werden, um diese Regierung aus inkompetenten Personen zu stürzen, die Italien in den Ruin treibt“, kommentierte Ex-Premier und Ex-PD-Chef Renzi.

apa

stol