Mittwoch, 29. Januar 2020

Informationstechnik: Landesregierung legt Ausrichtung fest

Mit dem informationstechnischen Dreijahresprogramm, das in Kürze genehmigt werden soll, hat sich die Landesregierung am Dienstag befasst.

Die Landesregierung hat die Ausrichtung in Sachen Informationstechnik festgelegt.
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Die Landesregierung hat die Ausrichtung in Sachen Informationstechnik festgelegt. - Foto: © LPA

Den digitalen Wandel in der Landesverwaltung begleiten, die Bürgerfreundlichkeit der Dienste ausbauen und die Sicherheit der Systeme fortgehend sicherstellen – das sind die 3 Kernaufgaben im IT-Dreijahresprogramm 2020/22, das die Landesregierung noch in diesem Frühjahr verabschieden wird. Auf Vorschlag von Landeshauptmann und IT-Landesrat Arno Kompatscher hat sich die Landesregierung am Dienstag vor allem mit der Ausrichtung des Planes, dessen Schwerpunkten sowie mit geplanten neuen Projekten befasst.

„Die Landesverwaltung erlebt derzeit einen digitalen Umbau“, berichtet Landeshauptmann Kompatscher. „Die bereits vor mehreren Jahren eingeleitete Digitalisierung der Verwaltungsverfahren wird neu ausgerichtet und kontinuierlich ausgebaut. Dabei setzen wir auf moderne Technologien, auf Sicherheit sowie auf Anwender- und Bürgerfreundlichkeit. Zu beachten sind dabei zudem zahlreiche Vorgaben des Staates, um die Daten und Zahlen vergleichbar und nachvollziehbar zu machen.“

Digitalen Wandel vorantreiben

Der digitale Wandel in der Landesverwaltung wird seit Jahresbeginn von einem Team begleitet und vorangetrieben, das in der Generaldirektion angesiedelt ist. „Die Digitalisierung von Beitragsverfahren im Bereich der Wirtschaftsförderung in diesem Jänner stellt ein erstes wichtiges Pilotprojekt dar“, betont Generaldirektor Alexander Steiner. „Wir versuchen, alle Beteiligten in die Entwicklung der Verfahren aktiv miteinzubeziehen, die Arbeitsprozesse neu zu denken, diese zu vereinfachen um diese dann möglichst auch standardisieren zu können.“

Investieren will das Land nur in moderne Technologien. Um das Arbeitsmodell des so genannten „Smart Working“, also das flexible Arbeiten der Bediensteten durch Nutzung moderner Technik, zu fördern, sollen noch im Frühjahr alle Führungskräfte mit SlimLine-Notebooks ausgestattet werden. 30 der meistgenutzten IT-Anwendungen der Landesverwaltung werden in diesem Zusammenhang virtualisiert, sodass ein ortsunabhängiges und mobiles Arbeiten möglich wird.

„Um die Mitarbeitenden in der Verwaltung bei der effizienten Nutzung von IT-Programmen zu unterstützen, werden wir in Kürze eine Fachgruppe bilden“, kündigt der Generaldirektor an. Ziel sei es, alles das effizient einzusetzen und zu verwenden, was bereits zur Verfügung steht.

Mobiles Arbeiten erleichtern

Um das gemeinsame und mobile Arbeiten zu stärken, ist zudem geplant, in den Sitzungssälen der Landesverwaltung und in Räumen, die von Gruppen von Mitarbeitern und auch Bürgern gemeinsam genutzt werden, offene WiFi-Anbindungen direkt ins Internet anzubieten.

Auch wird - parallel zur Migration auf Windows 10 - die Hardware der Arbeitsplätze aufgerüstet, um die Leistungsfähigkeit unserer Arbeitsplätze den vielen Anwendungen und Tools anzupassen, die in den letzten Jahren zusätzlich aktiviert wurden.

Nutzerfreundlichkeit ausbauen

Nach dem Motto „Citizen first“ will das Land 2020 ein besonderes Augenmerk darauf legen, den Zugang zu den Portalen und die Nutzung der Dienste einfacher und nutzerfreundlicher zu gestalten. Auch will sich das Land für die Nutzung der neuen elektronischen Identitätskarte als Zugangsschlüssel zu eGov-Diensten rüsten.

Ein wichtiges Projekt, welches das Land auf Vorgabe des Staates 2020 umsetzen will, ist der digitale Zahlungsdienst der öffentlichen Verwaltung „PagoPA“. Auch im Bauwesen schreibt der Staat mit „BIM“ ein Informationssystem vor, das den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken erfasst.

Großes Augenmerk auf die Sicherheit

Größtes Augenmerk gilt der Sicherheit. Dies gilt sowohl für Programme, Verfahren und Systeme. Beispielsweise für die Migration des Betriebssystems der Landes-PC auf Windows 10, die bis September 2020 abgeschlossen sein soll. Jedes neue digitale Verwaltungsverfahren soll künftig ein Risiko-Assessment durchlaufen. Zudem sollen ein neues DataCenter in Bruneck und eine neue Einsatzzentrale gegen Cyberattacken in der Südtirol Informatik AG SIAG hohe Sicherheitsstandards garantieren.

Am Dienstag hat die Landesregierung der Grundausrichtung des Dreijahresprogammes zugestimmt. „Nun kann das Programm im Detail zu Papier gebracht werden“, so Landeshauptmann Kompatscher.

stol/lpa