Freitag, 11. Oktober 2019

Innsbrucker Vizebürgermeisterin abberufen

Die ehemalige Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) ist in der Nacht auf Freitag im Innsbrucker Gemeinderat als Vizebürgermeisterin abberufen worden.

Christine Oppitz-Plörer erhielt keine Unterstützung mehr von Bürgermeister Georg Willi.
Christine Oppitz-Plörer erhielt keine Unterstützung mehr von Bürgermeister Georg Willi. - Foto: © APA (EXPA/Groder) / EXPA/JOHANN GRODER

ÖVP, SPÖ, Für Innsbruck und der Tiroler Seniorenbund stimmten für den Verbleib Oppitz-Plörers - die Grünen, Gerechtes Innsbruck, FPÖ, ALI, NEOS und die Liste Fritz dagegen.
Oppitz-Plörer bleibt aber weiterhin als nicht amtsführende Stadträtin im Stadtsenat, da ihre Liste sie nach der Abwahl erneut dafür nominierte.

Ihre Agenden musste sie allerdings vorerst an den Bürgermeister Georg Willi (Grüne) abtreten. In einer letzten Rede vor dem Gemeinderat als Vizebürgermeisterin forderte Oppitz-Plörer den Gemeinderat auf, „dieses Projekt so zu sehen wie es die Bevölkerung sieht: nämlich als Erfolgsprojekt“. Gleichzeitig übte sie Kritik an der grünen Fraktion im Gemeinderat, da diese in den letzten Tagen „nicht einmal das Gespräch“ mit ihr gesucht hätte.
Er habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, sagte Bürgermeister Georg Willi (Grüne) eingangs. Zu seinem Entschluss sei er aber dadurch gekommen, indem er sich versichert hatte, ob der Informationsfluss zwischen der Baustelle und der Eigentümervertreterin, Oppitz-Plörer, funktioniert habe. Es habe viele Zeitpunkte im Laufe der Projektplanung gegeben, an denen Oppitz-Plörer seiner Ansicht nach den Gemeinderat über entstehende Mehrkosten informieren hätte oder auch die Stopptaste hätte drücken müssen.
Obwohl vom Generalplaner empfohlen wurde, die Bahn innerhalb von zwei Jahren zu bauen, wurde am Fertigstellungstermin ein Jahr nach Baubeginn festgehalten. „Es ist die Härte unseres Jobs: Der oder die da oben muss zurücktreten. Dieser Maßstab, den ich hier anwende, der gilt auch für mich“, schloss Willi am Ende der Debatte.

apa