Mittwoch, 02. September 2015

Integration in Südtirol: Jeder soll offen mitdebattieren

In Südtirol leben derzeit rund 46.000 Personen mit ausländischer Herkunft. Integration ist daher eine Schlüsselaufgabe. Landesrat Achhammer rief alle Südtiroler, Einheimische wie neue Mitbürger auf, in den kommenden Wochen, „ihre Schwierigkeiten, Ängste und Sorgen offen, konstruktiv und sachlich in die Integrationsdebatte einzubringen.“

Stellten die künftige Integrationsarbeit vor: (v.l.) Paula Sánchez, Vera Nicolussi-Leck, LR Philipp Achammer, Verena Wisthaler und Johanna Mitterhofer. - Foto: lpa
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Stellten die künftige Integrationsarbeit vor: (v.l.) Paula Sánchez, Vera Nicolussi-Leck, LR Philipp Achammer, Verena Wisthaler und Johanna Mitterhofer. - Foto: lpa

Mit dem Landesgesetz zur „Integration ausländischer Bürgerinnen und Bürger“ wurden 2011 die Weichen für die künftige Integrationsarbeit in Südtirol gestellt.

Achammer: „Begegnung schafft Verständnis"

Die darin enthaltenen Bestimmungen bilden den Ausgangspunkt, um das Zusammenleben unter den neuen Prämissen bestmöglich zu gestalten. 

„Dafür bedarf es eines aktiven und inklusiven Prozesses, der von Bürgerinnen und Bürgern mitgestaltet und mitgetragen wird und in eine gemeinsame Vereinbarung mündet, die wie bei jeder Form des Zusammenlebens Rechte und Pflichten definiert“, erklärte Landesrat Achhammer.

„Begegnung schafft Verständnis“, forderte Landesrat Achhammer zur Solidarität gegenüber Flüchtlingen in Südtirol auf. Nicht Aus- oder Abgrenzung, sondern die Würde aller Menschen gleichermaßen wahrnehmen, so die Forderung von Achammer. 

Auf den Weg zur Integrationsvereinbarung

Zusammen mit Ressortdirektorin Vera Nicolussi-Leck, der Vize-Vorsitzenden des Landesintegrationsbeirates, Paula Sánchez, sowie Verena Wisthaler und Johanna Mitterhofer von der Eurac wurde am Mittwoch über Integration in Südtirol und den Weg zur Integrationsvereinbarung berichtet.

Die Südtiroler Integrationsvereinbarung soll gesellschaftlich anerkannte Grundsätze und Leitziele beinhalten, um das Zusammenleben in Vielfalt zu ermöglichen. Außerdem soll sie den Rahmen für die weitere Integrationsarbeit in Südtirol festlegen. 

Landesrat Philipp Achammer und Ressortdirektorin Vera Nicolussi-Leck stellten die bisher geleistete Arbeit und die nächsten Schritte zur Ausarbeitung der Integrationsvereinbarung für Südtirol vor. 

Zukunftswerkstatt: alle könne mitreden

In den vergangenen Monaten fanden bereits moderierte Arbeitstische statt, um Inputs für die Integrationsvereinbarung zu sammeln. Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt bringen demnächst verschiedene Akteure – vorwiegend aus den Bereichen Wirtschaft, Arbeit und Wohnen – sowie interessierte Bürger ihre Anregungen zur Südtiroler Integrationsarbeit ein.

Die Zukunftswerkstatt zum Thema Integration findet am 11. September im Sitz des LVH statt. Am darauffolgenden Tag, 12. September, sind – ebenfalls im Sitz des LVH, – alle Interessierten eingeladen, gemeinsam den Entwurf der Integrationsvereinbarung zu diskutieren.

stol/lpa

stol