„Mit diesem Maßnahmenpaket schlagen wir ein neues Kapitel der schulischen Inklusion auf“, freut sich Bildungslandesrat Philipp Achammer<BR /><BR /> Kernstück des von allen drei Bildungslandesräten (Achammer für die deutsche Schule, Daniel Alfreider für die ladinische und Marco Galateo für die italienische) gemeinsam geschnürten Paktes ist die schrittweise Aufstockung der Integrationslehrpersonen über einen Dreijahresplan ab 2027. Der bis dato angewandte Schlüssel von einer Integrationslehrperson auf 100 Schüler wird dabei gekappt. <BR /><BR />„Wir wollen uns künftig an den staatlichen Vorgaben orientieren und eine Integrationslehrperson auf zwei Schüler mit Funktionsdiagnose anpeilen“, erklärt Achammer. Von heute auf morgen wird dies nicht zu bewerkstelligen sein, schon aus dem simplen Grund, dass so viel geschultes Personal gar nicht zur Verfügung steht. Deshalb der Stufenplan, und deshalb funktioniere dieser Punkt nicht ohne einen zweiten, nämlich eine verstärkte Ausbildung. <BR /><BR />Um dem akuten Fachkräftemangel im Inklusionsbereich entgegenzuwirken, soll daher ein maßgeschneiderter Ausbildungslehrgang für geeignete Quereinsteiger sowie bewährte Praxiskräfte, die bereits jetzt über Direktberufungen im Integrationsbereich tätig sind, entwickelt werden. „Allein die jüngsten Einschreibezahlen in den Spezialisierungskurs an der Brixner Bildungsfakultät zeigen, so ist die Ausbildung nicht attraktiv, weil sie schlussendlich einfach zu lange dauert“, erklärt Achammer. <h3> Land setzt auf berufsbegleitenden Ausbildungskurs</h3>Man hat sich daher an die bereits bestehende Möglichkeit erinnert, eigene Maßnahmen zu setzen, sollten über die staatlichen Ausbildungen nicht genug Fachkräfte gewonnen werden können. „Und die Zahlen liegen weit unter denen, die wir brauchen würden“, weiß Achammer. Der – berufsbegleitende – Landesausbildungskurs soll daher nun auf den Weg gebracht werden.<BR /><BR />Eine weitere Neuerung betrifft die Mitarbeiter für Integration. Ab dem Schuljahr 2027/28 werden diese Stellen direkt den einzelnen Schulsprengeln und Schuldirektionen zugewiesen. Dazu sollen Erfahrungswerte der letzten Jahre herangezogen werden. „Ziel ist es dabei auch, mehr Vollzeitstellen zu schaffen. Denn auch die Mitarbeiter brauchen Planungssicherheit“, weiß Achammer.