Montag, 15. Februar 2021

Internationale Pressestimmen zu Mario Draghi

Mario Draghi wurde am Samstag als Ministerpräsident Italiens vereidigt. Was die Internationale Presse dazu schreibt, lesen Sie hier.

Mario Draghi.
Mario Draghi. - Foto: © ANSA / Filippo Attili/US Palazzo Chigi
Die neue Regierung Italiens unter dem designierten Ministerpräsidenten Mario Draghi steht. Dem neuen Kabinett aus 23 Mitgliedern gehören 15 politische Minister und Ministerinnen aus den Reihen der 5-Sterne-Bewegung, der Sozialdemokraten (PD), der Lega, der konservativen Forza Italia, der Linkspartei Leu (Liberi e uguali) und der Splitterpartei Italia Viva an. Ministerposten übernehmen auch acht parteiunabhängige Fachleute. (STOL hat berichtet)

Was die Internationale Presse dazu schreibt, lesen Sie hier.

„Süddeutsche Zeitung“ (München)

Mario Draghi hat nun wie viele Regierungschefs vor ihm eine Koalition in Rom, die inhaltlich wenig verbindet außer Machtstreben. Seine internationale Autorität und die große Zustimmung der Italiener zum neuen Premier dürften dem neuen Regierungschef die Stärke geben, die Parteien eine ganze Weile von Egotrips abzuhalten. Aber ein Experiment bleibt es allemal.


„Handelsblatt“ (Düsseldorf)

So weltfremd es auf den ersten Blick erscheinen mag, einen Mann an die Regierungsspitze zu setzen, der immer Karrierebeamter war und noch nie eine Wahlkampfrede gehalten hat – wahrscheinlich kann nur wissenschaftsdominierte Politik die italienische Misere beenden. Eine Regierung der ökonomischen Vernunft in Rom – das ist vielleicht eine letzte Chance, nicht nur für Italien, sondern auch für Europa.

„Die Presse“ (Wien)

Draghi wird den Moment nützen, aber er ist nicht Superman. Er kann Schritte in Richtung Erholung setzen, langfristige Probleme wird er nicht lösen: Seine Zeit ist begrenzt, er ist abhängig von launischen Parteien. Aber in diesen wirren Zeiten bietet er erschöpften Italienern endlich etwas Stabilität. Und allein die Perspektive auf Veränderung, auf einige Monate ziel-orientiertes Regieren, ist eine wundervolle Nachricht.“


„Corriere della Sera“: Berlusconi zu Draghi

„Mein Freund Mario wird jede Hilfe brauchen, die er bekommen kann, auch die des Himmels.“


stol