Freitag, 15. Mai 2020

Internationaler Tag der Familie: „Familien sind der Anker in Krisen-Sturm“

Familienlandesrätin Waltraud Deeg fordert anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Familie ein Umdenken in Richtung einer größeren Wertschätzung der Familien. Arbeitgeber und berufstätige Eltern könnten gemeinsam wesentlich zu einer neuen Vereinbarkeit beitragen, sagt Landesrätin Deeg.

Die Familien stehen gerade jetzt vor großen Herausforderungen.
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Die Familien stehen gerade jetzt vor großen Herausforderungen. - Foto: © shutterstock
Familien müssen seit mehreren Wochen ihren Alltag aufgrund der Veränderungen durch die Coronakrise neu organisieren. „Familien hat diese Krise in besonderer Weise getroffen – und sie haben in dieser Situation Großartiges geleistet“, betont Landesrätin Deeg. Die Familien sei gerade momentan ein umso wichtiger Bezugspunkt für Kinder und Jugendliche, die Stabilität und Sicherheit in Krisenzeiten gebe. Gerade deshalb sei es wichtig, von öffentlicher Seite Unterstützung anzubieten.

„Notmaßnahmen entsprechen leider nicht allen Bedürfnissen“

„Der italienische Staat ist sich leider der Wichtigkeit der Familien und der Kinder in und für die Gesellschaft nicht bewusst“, bedauert Deeg und unterstreicht: „Es braucht einen konzentrierten Plan zur Öffnung von Betreuungs- und Bildungseinrichtungen, denn Familien brauchen nun und nicht erst in einigen Monaten Planungssicherheit.“ Das Land Südtirol habe sich auch aufgrund der abwartenden Haltung vonseiten des Staates dazu entschieden, noch im Mai mit einem Notprogramm zu starten. „Wir sind uns bewusst, dass dies eine Notmaßnahme ist, der leider nicht allen Bedürfnissen und Anforderungen vonseiten der Familien entsprechen kann. Aber es war wichtig und richtig, jetzt zu starten“, betont die Familienlandesrätin.


„Wir arbeiten weiter an Verbesserungen“

Auf der Grundlage des Landesgesetzes zum Südtiroler Weg für Phase 2 werde nun weiter an der stufenweisen Wiederaufnahme der Betreuungsmöglichkeiten gearbeitet. Dafür brauche es eine gute Vernetzung untereinander und den gemeinsamen Willen aller Beteiligten, ein verändertes, der momentanen Situation angepasstes Programm für Kinder und Jugendliche zu erstellen. Doch es brauche noch mehr: „Eine gute Abstimmung innerhalb der Familie ist jetzt sicherlich nötig und vielerorts bereits organisiert. Doch zudem brauchen wir – vielleicht momentan mehr als früher – auch die Zusammenarbeit und das Entgegenkommen der Arbeitgeber. Vereinbarkeit hat sich in den vergangenen Wochen komplett verändert – es gilt nun gemeinsam neue Möglichkeiten auszuloten, Flexibilität und Sensibilität für die jeweils andere Seite zu finden und dadurch das bestmögliche Ergebnis für alle beteiligten Partner zu erzielen. Ich bin überzeugt: Wir schaffen auch diese Situation, wenn wir alle mithelfen“, sagt Deeg.

stol