Samstag, 25. November 2017

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen wird weltweit am 25. November begangen. Die SVP-Arbeitnehmer und die Süd-Tiroler Freiheit nehmen dies zum Anlass, jede Form von Gewalt gegen Frauen zu verurteilen.

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen wird weltweit am 25. November begangen.
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Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen wird weltweit am 25. November begangen. - Foto: © shutterstock

„Auch in Südtirol steht Gewalt gegen Frauen auf der Tagesordnung. Die Bandbreite ist dabei sehr vielfältig: häusliche Gewalt, ökonomische Gewalt, sexualisierte Gewalt, Zwangsheirat, Genitalverstümmelung oder Menschenhandel“, schreiben die Landtagsabgeordneten der Arbeitnehmer in der SVP, Magdalena Amhof und Helmuth Renzler sowie die Landesräte Waltraud Deeg und Richard Theiner in einer Aussendung.

Amhof: Männer sollten wissen, wo und wann sie Grenzen überschreiten

„Das wohl aktuellste Bespiel für Gewalt gegen Frauen ist die derzeitige Sexismus-Debatte. Glücklicherweise finden viele Frauen auf der ganzen Welt nun endlich den Mut, um das Thema zur Sprache zu bringen, lösen damit eine Welle der Empörung aus und bewegen etwas. Jede einflussreiche Person weiß nur zu gut, wo und welche ihre Grenzen sind. Nachdem nach wie vor Männer die meisten Machtpositionen inne haben, liegt es auf der Hand, dass besonders sie eigentlich wissen sollten oder müssten, wo und wann sie ihre Grenzen überschreiten“, kritisierte die stellvertretende Vorsitzende der Arbeitnehmer Magdalena Amhof.

Sämtliche Varianten von Gewalt gegen Frauen, besonders auch die aus aktuellem Anlass immer stärker in den Mittelpunkt rückende Form von Gewalt gegen Asylbewerberinnen, seien Menschenrechtsverletzungen und erforderten deshalb Opferschutz und Strafverfolgung.

Deeg: Dürfen Gewalt nicht tolerieren

„Aufklärung, Sensibilisierung und Hilfsangebote sind erforderlich, um dagegen ankämpfen zu können. Als Eltern haben wir eine sehr große Verantwortung. Unsere Kinder und Jugendlichen bauen jene innere Grundhaltung auf, welche wir ihnen lehren und welche wir ihnen vorleben. Eine soziale Gesellschaft setzt voraus, dass wir Gewalt erkennen und sie nicht tolerieren. Dafür braucht es eine starke Überzeugung, Mut und schlussendlich den Willen hinzuschauen“, erklärte die Landesrätin Waltraud Deeg.

Süd-Tiroler Freiheit: „Keine Toleranz für Täter“

Auch die Frauen der Süd-Tiroler Freiheit mach am Samstag auf dieses Thema aufmerksam und fordern „Keine Toleranz für Täter“. Gewalt an Frauen sei nach wie vor ein Tabuthema, vor dem man nicht die Augen verschließen dürfe, vor allem deshalb nicht, weil die Problematik auch in Süd-Tirol zunehme.

„Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele verschiedene Formen, angefangen vom Mobbing, über häusliche Gewalt, bis hin zur sexuellen Ausbeutung. Dank starken Frauenbewegungen, die für die gleichwertige Anerkennung von Frauen in der Gesellschaft kämpften, sind Frauen und Mädchen bei uns heutzutage zwar weitestgehend gleichberechtigt und vor Unterdrückung sogar gesetzlich geschützt, doch leider ist das nicht weltweit so“, schreibt am Samstag die Landtagsabgeordnete Myriam Atz Tammerle.

Atz Tammerle kritisiert Islam

In vielen Ländern oder Religionen, wie beispielsweise dem Islam, würden Frauen aber auch heutzutage noch rücksichtslos behandelt und wie Eigentum behandelt, schreibt Atz Tammerle in ihrer Aussendung.

„Durch die verstärkte Zuwanderung geraten auch hierzulande die langjährig errungenen Rechte zum Schutze der Frauen und Mädchen in Gefahr. Mittlerweile hört man immer öfter von körperlichen oder sexuellen Gewaltdelikten an Frauen. Besonders in den Städten Süd-Tirols trauen sich viele Frauen, sobald es dunkel wird, nicht mehr allein auf die Straße“, meint Atz Tammerle.

Die Frauen der Süd-Tiroler Freiheit plädieren daher zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen dafür, an den errungenen Werten und Rechten der Frauen und Mädchen sowie der Einhaltung von Gesetzen zum Schutze der Frauen festzuhalten, Täter mit frauenfeindlicher Gesinnung, müsse man die volle Härte des Gesetzes spüren lassen.

stol

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