Dienstag, 13. Januar 2015

Internet: Südtirol gehört zu den Spitzenreitern

Südtirol zählt zu den digitalsten Regionen Italiens. Was die Internetanschlüsse der Familien angeht, so ist das Land mit 73,4 Prozent sogar italienweit Spitzenreiter.

Südtirol ist italienweit Spitzenreiter was die Internet-Anschlüsse betrifft. Das eGovernment nutzerfreundlich auszubauen, hat sich daher LRin Deeg zum Ziel gesetzt. - Foto: LPA/jw
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Südtirol ist italienweit Spitzenreiter was die Internet-Anschlüsse betrifft. Das eGovernment nutzerfreundlich auszubauen, hat sich daher LRin Deeg zum Ziel gesetzt. - Foto: LPA/jw - Foto: © shutterstock

Das geht aus der jüngsten ISTAT-Erhebung über die Nutzung moderner Kommunikationstechnologien hervor. "Damit hat die Internet-Nutzung gegenüber dem Vorjahr erneut um einige Prozentpunkte zugenommen", erklärt LRin Waltraud Deeg.

Während in Südtirol mehr als sieben von zehn Familien (73,4 %) online sind, sind es im gesamtitalienischen Durchschnitt über sechs (64 %). In der Umkehrung bedeutet das, dass in Südtirol rund jeder vierte Haushalt offline ist, italienweit ist es jeder dritte. Der Höchstwert an Internet-Abstinenz wurde mit über 46 Prozent in der Region Basilicata erhoben.

Aufschlussreich sind die Antworten der Südtiroler und Südtirolerinnen auf die Frage, warum sie das Internet nicht nutzen. Hier zeigt sich eine gewisse Skepsis: Sie gaben nämlich - ähnlich wie Trentiner und Aostaner - an, nicht daran interessiert zu sein oder keinen Mehrwert zu erkennen. In anderen Regionen wurden vor allem mangelnde Fachkenntnisse (55 %) als Gründe dafür angeführt.  

Infoquelle Nummer eins - eGoverment zunehmend wichtig

Die jüngste Erhebung geht aber noch weiter ins Detail: Sie zeigt auf, dass das Internet vornehmlich als Informationsquelle und Kommunikationsmittel genutzt wird, zunehmend aber auch für Online-Einkäufe und für die Kommunikation mit den Behörden. Die digitale Verwaltung, eGovernment genannt, nimmt dabei eine zunehmend wichtige Rolle ein.

"Sie soll den Bürgern und Unternehmen den Alltag erleichtern und vereinfachen", so Landesrätin Deeg. Sie verweist darauf, dass in Südtirol schon heute über 90 Prozent der Unternehmen die Online-Dienste der öffentlichen Verwaltung nutzen. Auch aus bei der derzeitigen Erarbeitung des siebenjährigen digitalen Entwicklungsplans "Südtirol Digital 2020" lasse sich der Wunsch nach einem nutzergerechten Ausbau der digitalen Verwaltung erkennen.

"Die Online-Dienste wollen und werden wir weiter ausbauen und nutzerfreundlicher gestalten", betont die Landesrätin.

Nord-Süd-Gefälle

Im gesamtstaatlichen Vergleich gibt es nach wie vor ein Nord-Süd-Gefälle, die technische Ausstattung verbessert sich weiter, ebenso die Breitbandanschlüsse, der Internetzugang erfolgt zunehmend auch mobil, die Datenablage in so genannten Wolken, den "Clouds", nimmt zu. Weiterhin gibt es eine Kluft zwischen Jung und Alt, wobei Familien mit Kindern in der Regel über mehr kommunikationstechnische Kompetenzen und eine bessere Ausstattung verfügen. "Daraus kann die erhöhte Wertstellung der digitalen Bildung herausgelesen werden", ist IT-Landesrätin Deeg überzeugt.

stol/lpa

stol