Familienlandesrätin Rosmarie Pamer und die neue Direktorin der Familienagentur, Monika Conrater, haben dazu am Donnerstag informiert. „Familien sind sehr unterschiedlich und es ist eine große Herausforderung ihren Bedürfnissen bestmöglich entgegenzukommen“, sagte die Landesrätin, auch mit Blick auf den anstehenden Internationalen Tag der Familie am 15. Mai. „Die über 170 Millionen sind starke und konkrete Investitionen in unsere Familien und in die Lebensqualität in Südtirol“, hob Pamer hervor.<BR /><BR /><BR />Die Familienlandesrätin nannte als Schwerpunkte unter anderem den Ausbau der Kleinkindbetreuung: So gab es 2016 insgesamt 67 Kitas, aktuell gibt es in Südtirol 145 – wobei allein in diesem Jahr acht Kitas und rund 200 neue Plätze dazugekommen sind. „Der Ausbau fußt auf der guten Zusammenarbeit mit den Gemeinden und war auch dank der Gelder des staatlichen Wiederaufbaufonds PNRR möglich. Um diesen Trend beizubehalten und dem großen Bedarf an Betreuungsplätzen vor allem in den Ballungszentren nachzukommen, werden mit der neuen Gemeindenfinanzierung auch Investitionen in Kleinkindbetreuungseinrichtungen stärker berücksichtigt“, führte die Landesrätin aus. <BR /><BR />Familienagenturdirektorin Conrater ergänzte dazu, dass rund 40 Prozent der Kinder bis zu drei Jahren derzeit in einer Einrichtung der Kleinkindbetreuung begleitet und betreut werden. „Als Familienagentur sind wir dafür da, Familien in den unterschiedlichsten Lebenssituationen zu unterstützen. Dafür wollen wir die Zusammenarbeit mit den Gemeinden und allen anderen beteiligten Partnern weiter stärken“, unterstrich Conrater.<BR /><BR /><BR />Landesrätin Pamer kündigte zudem die Stärkung des „audit familieundberuf“ an: Damit werden Arbeitgeber auf dem Weg zu einer familien- und lebensphasenorientierten Unternehmenspolitik begleitet. Die Landesregierung werde sich bei ihrer Sitzung am 15. Mai unter anderem mit einer möglichen Senkung der IRAP für zertifizierte Arbeitgeber befassen, auch über Vorzugskriterien bei Landesförderungen soll diskutiert werden. Auch arbeite man gemeinsam mit der Region an einer Erhöhung der Beiträge für die rentenmäßige Absicherung der Erziehungszeiten: „Der Vorschlag dazu liegt bei der Regionalregierung und soll in die Diskussion zum Nachtragshaushalt der Region einfließen“, informierte Pamer. Für Jahresende stellte die Familienlandesrätin den Start eines Partizipationsprozesses in Aussicht, mit dem das Familienfördergesetz aus dem Jahr 2013 überarbeitet werden soll.