Freitag, 27. Dezember 2019

Iran beginnt gemeinsames Marinemanöver mit China und Russland

Der Iran, Russland und China haben am Freitag ein beispielloses gemeinsames Marinemanöver im Indischen Ozean und im Golf von Oman begonnen.

Trilaterales Manöver im Indischen Ozean und im Golf von Oman.
Trilaterales Manöver im Indischen Ozean und im Golf von Oman. - Foto: © APA (AFP/Iranian Army office) / -

Japan schickte unterdessen ein Marineschiff und 2 Aufklärungsflugzeuge zur Sicherung wichtiger Schifffahrtsrouten in die Golf-Region.

Bei dem ersten trilateralen Manöver gehe es darum, die Sicherheit im nördlichen Teil des Indischen Ozeans zu gewährleisten, meldete die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur ISNA. Die Botschaft dieser Übung laute Frieden, Freundschaft und dauerhafte Sicherheit durch Zusammenarbeit und Einigkeit, sagte der iranische Admiral Gholamreza Tahani im staatlichen Fernsehen. Als Ergebnis werde gezeigt werden, dass der Iran nicht isoliert werden könne.

Dem Fernsehen zufolge wird 4 Tage lang unter anderem geübt, wie Schiffe gerettet werden, die unter Beschuss stehen oder von Piraten angegriffen werden. Die Gewässer im Süden des Iran stehen seit längerem im Mittelpunkt internationaler Spannungen. Im Mai und Juni wurden in der Straße von Hormuz mehrere Handelsschiffe attackiert.

Der Iran liegt am Persischen Golf, der durch die Straße von Hormuz mit dem Golf von Oman verbunden ist. Dieser geht ins Arabische Meer über, das Teil des Indischen Ozeans ist. Die Straße von Hormuz ist eine der wichtigsten Schifffahrtsstraßen der Welt, durch sie geht ein Fünftel der weltweiten Öltransporte.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, ein Manöver dieser Art habe es noch nicht gegeben. An der Übung nähmen 3 Schiffe der Ostseeflotte teil - eine Fregatte, ein Tanker und ein Rettungsschlepper, berichtete die Armeezeitung „Roter Stern“ unter Berufung auf das Verteidigungsministerium.

China nimmt unter anderem mit einem Zerstörer teil. Es handle sich um einen „normalen militärischen Austausch“ zwischen den 3 Streitkräften, teilte das Verteidigungsministerium in Peking am Donnerstag mit. „Dies steht nicht notwendigerweise in Zusammenhang mit der Lage in der Region.“







apa