Mit „besetztem Gebiet“ bezog sich Parlamentspräsident Qalibaf offenbar auf Israel, dessen Existenzrecht die Führung in Teheran nicht anerkennt. Israel seinerseits ist Insidern zufolge in erhöhter Alarmbereitschaft. Was dies genau bedeutet, sagten die drei mit dem Vorgang vertrauten Personen nicht. Die Insider hatten am Wochenende an den Beratungen der israelischen Regierung über Sicherheitsfragen teilgenommen. Im Iran halten die Proteste gegen die Führung an.<BR /><BR />Trump hat zuletzt wiederholt mit einem Eingreifen gedroht und die iranische Führung davor gewarnt, Gewalt gegen Demonstranten einzusetzen. Am Samstag erklärte Trump, die USA stünden „bereit zu helfen“. Am Freitag hatte er gedroht: „Ihr solltet besser nicht anfangen zu schießen, denn dann werden wir auch schießen.“Die „New York Times“ meldete unter Berufung auf US-Beamte, Trump sei in den vergangenen Tagen über neue Optionen für Militärschläge im Iran informiert worden. Er erwäge ernsthaft, seine Drohung wahrzumachen, das Land wegen der Unterdrückung der Proteste anzugreifen.<BR /><BR />In einem Telefonat am Samstag sprachen der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und US-Außenminister Marco Rubio über die Möglichkeit einer US-Intervention im Iran, wie ein israelischer Insider berichtete, der bei dem Gespräch anwesend war. Ein US-Vertreter erklärte, dass die beiden miteinander gesprochen hätten, äußerte sich jedoch nicht zu den besprochenen Themen.<BR /><BR />Am Samstagabend waren im Iran erneut zahlreiche Menschen gegen die Führung des Landes auf die Straße gegangen. Im Norden der Hauptstadt Teheran schlugen die Demonstrierenden auf Töpfe und riefen Slogans zur Unterstützung der Familie des 1979 gestürzten Schah, wie ein von der Nachrichtenagentur AFP verifiziertes Video zeigte.