<h3> Drohungen „sehr vage“ </h3> Die Drohungen aus Teheran seien „sehr vage“, dürften aber keinesfalls unterschätzt werden, sagte Tajani im italienischen Fernsehen am Donnerstagabend. Der Sprecher der iranischen Streitkräfte, Abolfazl Shekarchi, hatte politischen wie militärischen Gegnern mit weltweiter Verfolgung gedroht.<BR /><BR />Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahesteht, erklärte er Ausflugsziele, Erholungsgebiete und touristische Zentren weltweit seien nicht mehr sicher.<BR /><BR />Seit Beginn des Krieges, der von den USA und Israel ausgegangen sei, hätten Polizei und Nachrichtendienste ihre Sicherheitsmaßnahmen bereits verstärkt, sagte Tajani. Die Kontrollen seien ausgeweitet worden. Zugleich gebe es jedoch keinen Anlass zur Panik: „Im Moment sehe ich keine unmittelbaren Risiken für unser Land.“ Es sei dennoch richtig, das Sicherheitsniveau anzuheben.<BR /><BR /><BR />Alle Maßnahmen der Sicherheitsbehörden zielten darauf ab, sowohl italienische Bürger als auch ausländische Touristen zu schützen, die ihren Urlaub in Italien verbringen. Auch Verteidigungsminister Guido Crosetto hatte zuletzt vor der Gefahr gewarnt, dass terroristische Zellen in Europa aktiv werden könnten, und die verstärkten Sicherheitsbemühungen Italiens bekräftigt.<h3> Negative Auswirkungen auf Tourismus befürchtet</h3> Der Krieg im Iran und die Spannungen im Nahen Osten könnten sich zunehmend auf den Tourismus in Italien auswirken. Branchenvertreter berichten von ersten Buchungsrückgängen und wachsender Unsicherheit bei Reisenden. Vor allem gingen nach Angaben von Reiseveranstaltern weniger Reservierungen aus Ländern der Golfregion ein. Zudem erschweren Einschränkungen im Luftverkehr und geänderte Flugrouten die Anreise. Gleichzeitig könnte Italien jedoch teilweise von der Lage profitieren. Einige Urlauber meiden angesichts der Unsicherheit Reiseziele im östlichen Mittelmeerraum und weichen auf als sicher geltende Länder in Westeuropa aus, darunter Italien.