Dem Mann war vorgeworfen worden, Informationen über Raketenstellungen während des zwölftägigen Krieges im Juni 2025 an Israel weitergegeben zu haben. Dazu gehörten Erkenntnisse über sensible Militärstandorte in der zentraliranischen Provinz Isfahan. Er habe aus finanziellen Gründen spioniert.<BR /><BR />Nach Angaben von Amnesty International wurden im Iran im vergangenen Jahr mindestens 2.159 Menschen hingerichtet - der höchste seit 1981 verzeichnete Wert. Seit Beginn des jüngsten Iran-Kriegs, der Ende Februar 2026 mit Angriffen der USA und Israels begonnen hatte, hat die Zahl der Hinrichtungen in dem Land weiter zugenommen. Heuer sollen der Zählung der regierungskritischen Menschenrechtsorganisation Abdorrahman Boroumand Center for Human Rights in Iran mit Sitz in Washington zufolge bereits mehr als 1.000 Menschen hingerichtet worden sein. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.<BR /><BR />Menschenrechtsgruppen weisen seit Jahren auf die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran hin und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch zur Einschüchterung einzusetzen. Dabei nutzen die Behörden oft vage formulierte Vorwürfe wie Spionage, Gefährdung der nationalen Sicherheit oder Gotteslästerung.