Seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr zwischen Teheran und Washington statt, berichtete die iranische Nachrichtenagentur FARS. <BR /><BR />Das Ende der indirekten Verhandlungen mit den USA sei Folge des andauernden Kriegs Israels im Libanon, hatte am Montag die iranische Agentur Tasnim berichtet.<h3> „Direkte Konfrontation mit dem Feind“</h3>Noch am Montagabend hatte der iranische Verhandlungsführer und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf auf X geschrieben, sollte „die israelische Aggression gegen den Libanon“ andauern, werde man „nicht nur den Verhandlungsweg stoppen, sondern auch in eine direkte Konfrontation mit dem Feind treten“. <BR /><BR />US-Präsident Donald Trump hatte auf Truth Social betont, die Gespräche mit Teheran würden in „schnellem Tempo“ fortgeführt. Zudem hatte Trump ein Ende der Kämpfe im Libanon angekündigt.<BR /><BR />Nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio ist der Iran unterdessen bereit, über Aspekte seines Atomprogramms zu verhandeln, die das Land zuvor in Gesprächen ausgeklammert habe. Dies sei jedoch keine Garantie für eine Übereinkunft zur Beendigung des Krieges, sagt Rubio am Dienstag vor Abgeordneten in Washington.<h3> Hormus-Öffnung als Bedingung</h3>Erste Voraussetzung für die laufenden Gespräche sei, dass die Regierung in Teheran die gesperrte Straße von Hormuz wieder öffne und dies auch unmissverständlich bekanntgebe. Zudem müsse sich der Iran zu konkreten Verhandlungen über den Verbleib seines hochangereicherten Urans verpflichten. <BR /><BR />Eine Lockerung der Sanktionen sei an Bedingungen geknüpft und werde nicht allein für die Öffnung der Meerenge gewährt. Die konventionelle Verteidigung des Irans sei erheblich geschwächt worden, das Land verfüge aber noch über viele Drohnen, erklärt der Minister weiter.