Auf Internetseiten der Opposition hieß es am Mittwoch, zu den Demonstrationen würden landesweit Millionen von Menschen erwartet. Die Sicherheitskräfte hatten wiederholt gewarnt, dass sie mit aller Härte gegen die nicht genehmigten Proteste vorgehen werden.Hauptredner bei der offiziellen Veranstaltung in Teheran ist Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Seine von Betrugsvorwürfen überschattete Wiederwahl im Juni 2009 hatte Massenproteste von Anhängern der Opposition ausgelöst. Die Demonstrationen waren später verboten worden. Polizeichef Ismail Ahmadi-Mokaddam sagte der Nachrichtenagentur Fars unterdessen, vor den erwarteten neuen Protesten der Opposition seien bereits einige der Anführer festgenommen worden.Die Opposition hatte sich zuletzt im Dezember wieder massiv mit Demonstrationen zurückgemeldet. Damals waren mindestens acht Menschen getötet und rund 300 verhaftet worden. Nach Angaben der Opposition wurden sogar 900 festgenommen. Die Anhänger von Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi erkennen Ahmadinedschads Wahlsieg nicht an.Die freie Berichterstattung ist weiterhin eingeschränkt: Ausländischen Korrespondenten ist es verboten, direkt vor Ort über die Proteste zu berichten. Erst am Dienstag wurde Ex- Industrieminister Behsad Nabawi wegen Beteiligung an Protesten gegen die Regierung zu fünf Jahren Haft verurteilt. Ende Januar waren zwei Oppositionelle sogar zum Tode verurteilt und hingerichtet worden. Neun weiteren Todeskandidaten, die ebenfalls nach der Teilnahme an den Protesten wegen Umsturz des islamischen Staatssystems verurteilt worden waren, droht das gleiche Schicksal.dpa