Die Anreicherung finde in der 160 Kilometer südwestlich von Teheran gelegenen Atomanlage Fordo statt, teilte IAEA-Sprecherin Gill Tudor am Montag in Wien mit. Sie fügte hinzu: „Das gesamte Atommaterial in der Anlage bleibt unter der Kontrolle und Überwachung der Behörde (IAEA).“Der Iran hatte die Inbetriebnahme der Urananreicherungsanlage in Fordo am Wochenende angekündigt. Die Existenz der lange geheim gehaltenen Anlage in einem unterirdischen Tunnelsystem hatte die Führung in Teheran erst 2009 zugegeben. Fordo ist neben der Hauptanlage in Natans die zweite Anlage zur Anreicherung von Uran im Iran.Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms heimlich an Nuklearwaffen zu arbeiten. Teheran bestreitet das, kooperiert aber seit Jahren nicht ausreichend mit den Atomwächtern.Natur-Uran enthält nur zu etwa 0,7 Prozent das spaltbare Isotop 235. Zur Verwendung in Kernkraftwerken muss dessen Konzentration auf zwei bis fünf Prozent erhöht werden. Von hochangereichertem Uran spricht man bei 20 und mehr Prozent.