„Die unerträgliche Unterdrückung des friedlichen Aufstands des iranischen Volkes darf nicht unbeantwortet bleiben“, schrieb Barrot. Der außergewöhnliche Mut der Demonstranten angesichts der willkürlichen Gewalt dürfe nicht vergebens gewesen sein.<BR /><BR />Auch der deutsche Außenminister Johann Wadephul drängt vor dem EU-Außenministertreffen auf härtere Sanktionen gegen den Iran. Die Verantwortlichen für die gewaltsame Niederschlagung der Proteste im Jänner müssten zur Rechenschaft gezogen werden, sagte Wadephul der „Bild“ (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht. <BR /><BR />„Die regelrechte Hinrichtung von tausenden Demonstranten ist niederträchtig“, zitierte das Blatt den CDU-Politiker. „Diejenigen, die für diese abscheulichen Verbrechen verantwortlich sind, ziehen wir als Europäer zur Rechenschaft. Gegen sie werden wir in der EU eine ganze Reihe neuer Sanktionen beschließen.“ Zudem sehe er die Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation in Reichweite, da nun auch Italien das Vorhaben unterstütze.<h3> Kurswechsel Frankreichs möglich</h3>Die EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ließ am Donnerstag zum Auftakt eines Außenministertreffens in Brüssel wissen, nach einem politischen Kurswechsel Frankreichs würde die vielfach geforderte Terroreinstufung wohl umgesetzt werden. Damit würden diese auf eine Stufe mit Organisationen wie Al-Kaida, Hamas und Islamischer Staat (IS) gestellt.<BR /><BR /> „Es ist klar, was wir sehen: Die Zahl der Todesopfer bei den Protesten im Iran und die Mittel, die das Regime eingesetzt hat, sind wirklich, wirklich gravierend“, sagte Kallas laut der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb sende man die klare Botschaft: „Wenn ihr Menschen unterdrückt, hat das einen Preis.“ Mit Blick auf Kritiker der geplanten Maßnahme betonte Kallas, dass es weiter einen Austausch mit dem iranischen Außenminister geben könne. Die diplomatischen Kanäle blieben offen, sagte sie.