Andreas Pöder von der Partei BürgerUnion - Ladins - Wir Südtiroler forderte eine Befreiung für Einkommen bis 35.000 Euro und dafür einen höheren Steuersatz für Einkommen über 70.000 Euro.Eine Befreiung bis 35.000 Euro forderten auch die Freiheitlichen, allerdings ohne Steuererhöhung für die höheren Einkommen. Mit dieser Maßnahme würde die Kaufkraft gestärkt, und es bestehe weniger Bedarf an Subventionen, meinte Fraktionssprecher Pius Leitner. Ideal allerdings wäre eine gänzliche Abschaffung des Irpef-Zuschlags, so Leitner.Hans Heiss (Grüne) sprach sich grundsätzlich für beide Anträge aus, auch Helmuth Renzler von der SVP meinte, er könne beide Anträge befürworten.Wenn man der schwierigen Situation entkommen wolle, müsse man die Bürger so viel wie möglich entlasten, meinte Dieter Steger (SVP) und verwies auf die Absicht der Landesregierung, einen Freibetrag von 20.000 zu gewähren. Bevor man weiter reichende Vorschläge mache, müsse man Einnahmen und Ausgaben im Haushalt genauer prüfen. Eva Klotz (Süd-Tiroler Freiheit) zeigte sich skeptisch gegenüber allgemeinen Steuerbefreiungen, weil da die soziale Treffsicherheit nicht gegeben sei. Vordringlicher sei die Bekämpfung der Steuerhinterziehung. Kompatscher kündigt weitere Erleichterungen anLandeshauptmann Arno Kompatscher meinte, für höhere Einkommen wirke sich der Freibetrag von 20.000 Euro weniger aus als für niedrigere Einkommen, die soziale Ausgewogenheit sei also da. Kompatscher sprach sich für höhere Freibeträge aus, sobald man die Mittel dafür finde. Die Landesregierung wolle aber noch weitere Erleichterungen schaffen: So schlage man eine IMU-Befreiung für Erstwohnungen bis zu einer bestimmten Größe vor. Leitner ändert Antrag abIm Anschluss änderte Pius Leitner seinen Antrag dahingehend, dass ehestmöglich der Irpef-Zuschlag abgeschafft werden soll.Nach einer Unterbrechung für eine Beratung innerhalb der SVP-Fraktion erklärte Dieter Steger, dass man dem Ersetzungsantrag der Freiheitlichen zustimme, da dies auch der Linie der Landesregierung entspreche.Der Antrag Pöders wurde in drei Teilabstimmungen abgelehnt, der Antrag Leitners – in abgeänderter Fassung – wurde bei vier Enthaltungen angenommen.