Freitag, 18. September 2020

IS bekennt sich zu Tötung von 6 Franzosen und 2 Einheimischen im Niger

Die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat die Tötung von sechs Franzosen und zwei einheimischen Begleitern im westafrikanischen Staat Niger im August für sich reklamiert. Eine entsprechende Erklärung wurde am Donnerstag im IS-Propagandaorgan „Al-Naba“ veröffentlicht und von der US-Organisation SITE, die sich auf die Beobachtung islamistischer Websites spezialisiert hat, verifiziert.

Soldaten patroullierten in den Tagen nach dem Anschlag im Giraffen-Nationalpark Kouré.
Soldaten patroullierten in den Tagen nach dem Anschlag im Giraffen-Nationalpark Kouré. - Foto: © APA/afp / BOUREIMA HAMA
Bewaffnete Angreifer hatten am 9. August sechs Franzosen, ihren einheimischen Fahrer und ihren Reiseführer während eines Ausflugs in ein bei Touristen beliebtes Gebiet – getötet. Der Überfall ereignete sich in der Nähe der Stadt Koure, wo die letzten Herden der Westafrikanischen Giraffe leben.

Die sechs Franzosen im Alter von 25 bis 30 Jahren hatten für Hilfsorganisationen im Niger gearbeitet. Frankreich hat inzwischen die Pariser Anti-Terror-Behörde in die Ermittlungen eingeschaltet und eine Reisewarnung für den Niger verhängt.

apa/stol

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