„Sollten Syrien und die Hisbollah-Milizen (im Südlibanon) die Warnung vor weiteren Waffentransporten von Syrien in den Libanon nicht ernst nehmen, wird der nächste Angriff nicht so glimpflich ausgehen“, schrieb die gewöhnlich gut unterrichtete Zeitung „Jediot Achronot“ am Freitag. Als Folge könne die gesamte Region in einen offenen gewalttätigen Schlagabtausch gestürzt werden.UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich besorgt und rief alle Beteiligten auf, weitere Spannungen in der Region zu vermeiden.Das Risiko einer sofortigen Vergeltung durch Syrien, den Iran oder die Hisbollah wurde in Israel jedoch als klein eingeschätzt. Dies sehe offenbar auch Verteidigungsminister Ehud Barak so, der trotz der Spannungen zur Münchner Sicherheitskonferenz gereist sei, schrieb „Jediot Achronot“. Die drei Gegner Israels seien derzeit nicht an einer militärischen Eskalation interessiert, meinte die Zeitung „Israel Hajom“. Anschläge weltweit könnten aber nicht ausgeschlossen werden.„Jediot Achronot“ berichtete, der Geheimdienst habe mehrere israelische Botschaften weltweit angewiesen, die Sicherheitsregeln weiter zu verschärfen. Inoffiziellen Angaben zufolge befanden sich auch Teile des Militärs in erhöhter Alarmbereitschaft. Augenzeugen berichteten von verschärften Kontrollen an der Grenze zu Ägypten.dpa