Freitag, 29. Januar 2021

Italien: Auch Moderna könnte weniger Impfstoff liefern

Der Corona-Impfstoffhersteller Moderna wird im Februar zunächst weniger Dosen an Italien liefern als erwartet. Regierungskommissar Domenico Arcuri sagte am Freitag in Rom vor der Presse, das US-Unternehmen habe mitgeteilt, dass es eine Reduktion um 20 Prozent geben solle. Bei der für die Impfstoffbeschaffung zentral zuständigen EU-Kommission hieß es, mögliche Lieferprobleme von Moderna würden derzeit im Lenkungsausschuss besprochen.

EU-Kommission: Mögliche Lieferprobleme werden derzeit besprochen.
EU-Kommission: Mögliche Lieferprobleme werden derzeit besprochen. - Foto: © APA (dpa) / Patrick Pleul
Arcuri sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa: „Moderna hat uns gerade darüber informiert, dass für die Woche vom 9. Februar von den geplanten 166.000 Dosen 132.000 geliefert werden, 20 Prozent weniger.“ Er fügte hinzu: „Unser Erstaunen, unsere Sorge und unsere Entmutigung wachsen.“

Der Impfstoff ist von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und in Italien zugelassen worden. Die Hersteller AstraZeneca und Biontech/Pfizer haben ebenfalls zeitweise Reduktionen bei ihren Lieferungen in EU-Staaten angekündigt. Arcuri sprach von „mindestens 300.000 Dosen Impfstoff, die wir hätten erhalten sollen und die wir nicht erhalten haben“.



apa/stol