Im Mittelpunkt seiner Rede standen Forderungen nach einer restriktiveren Migrationspolitik, nationale Souveränität sowie Kritik an der Europäischen Union. Unter dem Slogan „Italien den Italienern“ stellte Vannacci die Interessen italienischer Staatsbürger in den Vordergrund und sprach sich gegen irreguläre Einwanderung aus.<h3> Meloni und Salvini bei Veranstaltung nicht anwesend</h3>Der 57-jährige Vannacci grenzte sich vom etablierten Mitte-rechts-Lager ab und erklärte, er werde sich nicht mit Kräften verbünden, die aus seiner Sicht die illegale Einwanderung, den Green Deal oder eine weitere europäische Integration unterstützten. Kritik übte er zudem an Teilen der Medien, denen er vorwarf, seine Positionen zu verzerren.<BR /><BR />Die Parteiversammlung fand ohne die Spitzen des Regierungsbündnisses statt. Weder Ministerpräsidentin Giorgia Meloni noch die Vizepremiers Antonio Tajani und Matteo Salvini nahmen persönlich an der Versammlung teil; ihre Parteien entsandten lediglich lokale Vertreter. Vannacci bedauerte dies und erklärte, eine Teilnahme oder zumindest eine Antwort auf seine Einladung wäre angemessen gewesen.<h3> Vannacci fordert Debatte über Austritt aus EU und Euro</h3>„Unser neues Parteiprogramm ist ein an der Basis entstandenes Projekt“, erklärte der frühere General. Neben der Migrationspolitik kritisierte er die Entwicklung der Europäischen Union und erklärte, der Beitritt Italiens zum Euro habe dem Land nicht genutzt, sondern das Land schrittweise verarmt. Einen Austritt aus Euro und EU bezeichnete er zwar als schwierig, forderte aber eine Debatte über Alternativen.<BR /><BR />Vannacci war im Jänner aus der Lega von Matteo Salvini ausgetreten und arbeitet seitdem an der Gründung seiner neuen Rechtspartei, die an den italienischen Parlamentswahlen im kommenden Jahr teilnehmen will. Acht Parlamentarier haben bereits ihre eigenen Gruppierungen verlassen, um sich Vannaccis Partei anzuschließen. Diese zählt laut dem General bereits 100.000 Aktivisten im ganzen Land. <BR /><BR />Meinungsforscher gehen davon aus, dass Vannaccis neue Kraft bis zu vier Prozent der Stimmen erhalten könnte – zu wenig für den Einzug ins Parlament, aber möglicherweise ausreichend, um Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und ihren Koalitionspartnern zu schaden.