Montag, 10. Mai 2021

Italien denkt an Abschaffung der Maskenpflicht im Freien

Italien erwägt die Abschaffung der Maskenpflicht im Freien, sobald die Schwelle von 30 Millionen Geimpften – der Hälfte der Bevölkerung – erreicht wird. Bisher wurden 23 Millionen Dosen Impfstoff verabreicht, laut Angaben der Regierung sind 7.401.862 Menschen vollständig geimpft.

Gekoppelt ist die Abschaffung der Maske an eine gewisse Anzahl von Geimpften.
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Gekoppelt ist die Abschaffung der Maske an eine gewisse Anzahl von Geimpften. - Foto: © shutterstock
„Nachdem die Hälfte der Bevölkerung geimpft worden ist, kann man die Maskenpflicht im Freien abschaffen. Es ist aber sinnvoll eine Maske mitzuhaben, wenn es zu Ansammlungen kommt“, sagte Italiens Gesundheits-Staatssekretär, Pierpaolo Sileri, im Interview mit Radio 24 am Montag.

Die Regierung plant eine Informationskampagne für Personen, die sich nicht impfen lassen wollen. „Die Einführung eines grünen Passes, der Reisefreiheit ermöglicht, wird ein weiterer Anreiz zur Impfung sein“, sagte Sileri.

1300 Einkaufszentren werden indes am Dienstag um 11.00 Uhr symbolisch einige Minuten lang demonstrativ sperren. Sie protestieren damit gegen ihre Schließung an Wochenenden. Die italienischen Handelsverbände fordern die Abschaffung der restriktiven Maßnahmen, die seit über sechs Monaten die Shops in Einkaufszentren an Wochenenden und Feiertagen zur Schließung zwingen. Dies belaste 780.000 Arbeitnehmer italienweit, betonten die Verbände.

Sileri betonte, die Bedingungen für die Wiedereröffnung der Einkaufszentren seien vorhanden. Bei voranschreitender Impfkampagne gebe es keinen Grund, Einkaufszentren an Wochenende geschlossen zu halten. Die Regierung will Mitte dieser Woche die Anti-Covid-Vorgaben prüfen. Nicht ausgeschlossen werden weitere Lockerungen.

apa/stol