Freitag, 03. Dezember 2021

Italien will keine allgemeine Impfpflicht

Italien plant keine Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. „Das steht derzeit nicht auf der Tagesordnung“, sagt der italienische Gesundheitsstaatssekretär Andrea Costa.

Italien plant zumindest derzeit keine Einführung einer allgemeinen Impfpflicht.
Italien plant zumindest derzeit keine Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. - Foto: © APA/dpa / Sven Hoppe
„Wir haben beschlossen, eine vertrauensvolle Beziehung zu den Bürgern aufzubauen, die zu hervorragenden Ergebnissen geführt hat: Wir sind das zweite europäische Land, was die Durchimpfungsrate betrifft“, sagte Costa am Freitag. Laut Angaben der Gesundheitsbehörden sind 87 Prozent der Bevölkerung geimpft. Die Kampagne für den dritten Stich schreitet zügig voran.



„Italien hat sich im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bereits früh mit der Frage der Impfpflicht befasst: Wir waren die ersten, die sie für das Gesundheitspersonal eingeführt haben, und ab dem 15. Dezember wird sie auf die Polizei und das Schulpersonal ausgedehnt. Danach werden wir die Daten der Epidemie prüfen: Wir sind auch zu anderen Auswertungen bereit, aber jetzt machen wir so weiter“, so Costa.

Im Gegensatz zum restlichen Staatsgebiet hinkt Südtirol mit den Corona-Impfungen weiter hinterher.

Mit dem kommenden Montag tritt in Italien die 2G-Regel in Kraft. Der „Super Green Pass“ für Geimpfte und Genesene wird benötigt, um an sozialen, kulturellen und sportlichen Aktivitäten teilzunehmen. Die 2G-Regel gilt vom 6. Dezember bis zum 15. Jänner auch in sogenannten weißen Zonen mit geringem Corona-Risiko.

sor