Donnerstag, 21. Mai 2020

Italien drängt auf „Schengen-Abkommen der Gesundheit“

Italien drängt auf ein „Schengen-Abkommen der Gesundheit“. Damit soll verhindert, werden, dass Bürger, die von einem EU-Land zum anderen reisen, einer Quarantäne unterzogen werden müssen.

Lega-Politiker Luca Zaia fordert: „Wer negativ getestet wurde, soll keiner Quarantäne unterzogen werden.“
Lega-Politiker Luca Zaia fordert: „Wer negativ getestet wurde, soll keiner Quarantäne unterzogen werden.“ - Foto: © ANSA / ANGELO CARCONI
„Wer negativ getestet wurde, soll keiner Quarantäne unterzogen werden. Es ist unmöglich, ausländische Touristen zu testen“, sagte der Präsident der norditalienischen Region Venetien, Luca Zaia.

Der Lega-Politiker Zaia machte Druck auf die italienische Regierung, damit sie international das „sanitäre Schengen-Abkommen“ unterstütze. Er sprach sich gegen touristische EU-Korridore aus. „Es ist unannehmbar, dass Österreich und Deutschland touristische Korridore in Richtung Kroatien organisieren, um Italien auszugrenzen“, protestiert Zaia.

Italienische Parteien fordern von Österreich ein Ende der Reisebeschränkungen nach Italien. Die rechte Lega warf Österreich „diskriminierendes Verhalten“ vor. „Italien besteht aus 20 Regionen, die meisten weisen einen niedrigeren Reproduktionsfaktor auf als einige österreichische Bundesländer. Italien wie eine einzige Sperrzone zu behandeln, ist diskriminierend“, sagte der Südtiroler Lega-Abgeordnete Flippo Maturi.

Wie berichtet, hatte der Österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz erst am Mittwoch gesagt, „eine Öffnung der Grenze zu Italien „wäre wegen der noch immer hohen Infektionszahlen in Italien unverantwortlich“ und damit auch angedeutet vorerst die Brennergrenze weiter geschlossen halten zu wollen.

apa/stol

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