Über Rom flogen Kunstflieger der Luftwaffe, am Boden zogen Soldaten durch die Kaiserlichen Foren.An der Zeremonie, dem Höhepunkt der diesjährigen Feierlichkeiten zu Ehren der italienischen Einheit, nahmen unter anderem US-Vizepräsident Joe Biden, der russische Präsident Dmitri Medwedew, der israelische Präsident Shimon Peres und sein palästinensischer Amtskollege Mahmoud Abbas (Abu Mazen) teil. Österreichischer Bundespräsident unter Festgästen Biden stand während der Parade neben dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai, mit dem er sich unterhielt. Anwesend waren auch der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer, der deutsche Präsident Christian Wulff, der chinesische Vize-Staatschef Xi Jinping und UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon. Auch europäische Monarchien waren in Rom vertreten. So waren der spanische König Juan Carlos und Norwegens Kronprinz Haakon bei der Feier präsent.Der Luftraum über Rom wurde für die Dauer der Parade gesperrt. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden in der ganzen italienischen Hauptstadt verstärkt. Strengste Anti-Terror-Kontrollen wurden durchgeführt, dabei kamen 2.500 Sicherheitskräfte zum Einsatz.Am 2. Juni wird in Italien der Tag der Republik (1946) gefeiert. Die staatliche Einheit Italiens kam endgültig erst nach zahlreichen Schlachten und Schachzügen der europäischen Mächte zustande. 1850 war Italien noch immer in fünf Territorien aufgeteilt: das Königreich Piemont-Sardinien, Triebkraft der Einigung unter dem Haus Savoyen, das (habsburgische) Großherzogtum Toskana, die Herzogtümer Parma und Modena, das (bourbonische) Königreich Sizilien sowie der Kirchenstaat. Die Lombardei und Venetien standen unter österreichischer Herrschaft. Im März 1861 nahm König Viktor Emmanuel II. von Piemont-Sardinien den Titel „König von Italien“ an, ein Parlament verkündete in Turin das italienische Königreich.