Donnerstag, 25. April 2019

Italien feiert Tag der Befreiung

Am diesjährigen 25. April jährt sich zum 74. Mal der Tag der Befreiung vom italienischen Faschismus.

Staatspräsident Sergio Mattarella beim feierlichen Zeremoniell mit Verteidigungsministerin Elisabetta Trenta.
Staatspräsident Sergio Mattarella beim feierlichen Zeremoniell mit Verteidigungsministerin Elisabetta Trenta. - Foto: © APA/ANSA

Bei einer Kranzniederlegung in Rom feierte Staatspräsident Mattarella den Tag der Befreiung vom italienischen Faschismus als „zweiten Risorgimento“. Anwesend waren ebenfalls Premierminister, Giuseppe Conte, Verteidigungsministerin, Elisabetta Trenta, der Regionalpräsident des Latium, Nicola Zingaretti, und die Bürgermeisterin von Rom, Virginia Raggi.

Kritiker nahmen unterdessen am Verhalten der Lega Anstoß, die keinen Vertreter zum festlichen Zeremoniell der Kranzniederlegung entsandte. Innenminister Matteo Salvini besuchte am Staatsfeiertag lieber das sizilianischen Corleone, wo er der Einweihung einer neuen Polizeikaserne beiwohnte.

Historischer Hintergrund

Allgemein wird der 25. April als Tag des erfolgreichen Widerstands gegen den Faschismus und die deutsche Besatzung Norditaliens gefeiert. Der 25. April 1945 markiert den Tag der Flucht Benito Mussolinis und einer kleinen Gefolgschaft aus Mailand, Richtung Schweizer Grenze.

Drei Tage später wurde der ehemalige italienische Diktator von italienischen Partisanen gestoppt und zusammen mit seiner Geliebten, Clara Petacci, erschossen. Die Leichen der Beiden wurden zusammen mit einigen anderen Faschisten anschließend nach Mailand gebracht, wo sie auf der Piazzale Loreto kopfüber aufgehängt wurden. 

stol

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