Freitag, 26. Juli 2019

Italien fordert EU zur Hilfe bei Umverteilung auf

135 Flüchtlinge befinden sich derzeit an Bord eines Schiffes der italienischen Küstenwache. Italien wartet auf eine „offizielle Reaktion“ aus Brüssel.

Der italienische Innenminister fordert eine effizientere Bekämpfung der Schlepperei.
Der italienische Innenminister fordert eine effizientere Bekämpfung der Schlepperei. - Foto: © shutterstock

Italien hat die EU-Kommission aufgefordert, eine aktive Koordinationsrolle bei der Umverteilung von 135 Migranten, die sich an Bord eines Schiffes der italienischen Küstenwache befinden, zu übernehmen. Die Flüchtlinge waren am Donnerstag von einem Fischkutter im Mittelmeer aufgenommen und an Bord des Schiffes „Gregoretti“ der italienischen Küstenwache gebracht worden.

Die italienische Regierung warte auf eine „offizielle Reaktion“ aus Brüssel. Bisher wurde kein Landungshafen angegeben, hieß es aus dem italienischen Innenministerium.

Am gestrigen Donnerstag setzte die Regierung in Rom ein neues Sicherheitspaket in der Abgeordnetenkammer durch. Strafen für Hilfsorganisationen, die trotz eines Verbots italienische Häfen ansteuern, werden von 50.000 auf 1 Million Euro angehoben. Zudem solle es leichter werden, die Schiffe zu beschlagnahmen.

Einen Vorschlag zur freiwilligen Verteilung von Migranten im Mittelmeer, den Deutschland und Frankreich vergangene Woche gemacht hatten, lehnte Italien ab. Innenminister Matteo Salvini forderte am Freitag eine effizientere Bekämpfung der Schlepperei. „Europa muss auf Worte Taten folgen lassen“, verlangte Salvini in einem Radiointerview.

apa

stol