Montag, 10. Mai 2021

Italien fordert Umverteilung der eingetroffenen Migranten

Während die Insel Lampedusa mit einer neuen Migrationsbewegung konfrontiert ist, drängt Italien auf die Umverteilung der eingetroffenen Flüchtlingen auf alle EU-Länder.

Innenministerin Luciana Lamorgese forderte mehr Gleichgewicht zwischen Verantwortung und Solidarität zwischen den EU-Mitgliedstaate.
Innenministerin Luciana Lamorgese forderte mehr Gleichgewicht zwischen Verantwortung und Solidarität zwischen den EU-Mitgliedstaate. - Foto: © ANSA / Mourad Balti Touati / Z13
Darauf drängte die italienische Innenministerin Luciana Lamorgese bei einem telefonischen Gespräch mit EU-Innenkommissarin Ylva Johansson am Montag.

In Hinblick auf eine Einigung auf den von der EU-Kommission vorgeschlagenen Migrations- und Asylpakt sollten die EU-Mitgliedstaaten noch vor dem Sommer einen provisorischen Solidaritätsmechanismus zur Umverteilung der im Mittelmeer geretteten Personen einführen, verlautete aus dem Innenministerium in Rom.

Lamorgese forderte mehr Gleichgewicht zwischen Verantwortung und Solidarität zwischen den EU-Mitgliedstaaten, denn die Migrationsfrage betreffe ganz Europa.

Johansson dankte Italien für seinen Einsatz im Umgang mit den Migrationsströmen. Sie gab zu, dass Europa ein „Zeichen der Solidarität“ geben müsse.

Allein am Wochenende kamen auf der italienischen Insel Lampedusa über 1200 Migranten an.

apa/stol