Montag, 17. August 2020

Italien führt Gespräche mit Tunesien gegen Schlepperei

Italien erhöht den Druck auf Tunesien, um die Migrationsbewegungen in Richtung Sizilien einzuschränken. Der italienische Außenminister Luigi Di Maio und Innenministerin Luciana Lamorgese trafen am Montag den tunesischen Präsidenten Kais Saied sowie Interimspremier Hichem Mechichi in Tunis.

Außenminister Luigi Di Maio  erhöht den Druck auf Tunesien.
Außenminister Luigi Di Maio erhöht den Druck auf Tunesien. - Foto: © ANSA / MAURO ORRU
Am Treffen beteiligten sich auch die tunesische Außenministerin Selma Ennaifer sowie EU-Innenkommissarin Ylva Johansson und EU-Nachbarschaftskommissar Oliver Varhelyi. Italien fordert von der EU-Kommission eine Beschleunigung der Rückführung von Migranten, die aus Tunesien kommend Italien erreichen.

Die Zahl der nach Seefahrten über das Mittelmeer in Italien eingetroffenen Migranten habe sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt, berichtete Lamorgese bei einer Pressekonferenz am Samstag. Die Zahl der Bootsmigranten, die meist in Libyen und Tunesien ablegen, ist vor allem seit Juli sprunghaft gestiegen. Viele Aufnahmelager auf den Inseln Sizilien und Lampedusa sind überfüllt.

apa

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