Dienstag, 04. Mai 2021

Italien führt grünen Pass für Reisen zwischen orangen und roten Zonen ein

Damit ausländische Touristen in voller Sicherheit nach Italien reisen können, will die Regierung in Rom auf den europäischen grünen Pass setzen. In der Zwischenzeit will Italien ab der zweiten Maihälfte einen staatlichen grünen Pass für Binnenreisen einführen, kündigte Ministerpräsident Mario Draghi bei einer Pressekonferenz am Ende des G20 der Tourismusminister am Dienstag in Rom an.

Ministerpräsident Mario Draghi bei der Pressekonferenz am Dienstag.
Ministerpräsident Mario Draghi bei der Pressekonferenz am Dienstag. - Foto: © ANSA / FABIO FRUSTACI
Wie soll der italienische grüne Pass funktionieren? Die Bescheinigung soll laut Medienberichten für touristische Reisen zwischen orangefarbenen und roten Regionen gelten. Es muss bescheinigt sein, dass der Reisende geimpft oder von Covid genesen ist oder in den letzten 48 Stunden einen Antigen- bzw. Molekularabstrich gemacht hat. Kinder unter 2 Jahren sollen ausgenommen sein.

Klare Regeln sollen Tourismus helfen

„Heute haben sich die Tourismusminister getroffen, das ist einer der ersten Termine der italienischen Präsidentschaft der G20. Es ist ein symbolisches Treffen. Die Welt will nach Italien kommen, die Pandemie hat uns gezwungen, uns zu verschließen, aber Italien ist bereit, die Welt wieder willkommen zu heißen“, sagte Draghi. Er zweifle nicht, dass der Tourismus in Italien stärker als zuvor wieder aufleben werde. „Wir müssen klare, einfache Regeln anbieten, damit die Touristen sicher zu uns kommen können“, sagte Draghi.

Wiederherstellung des Vertrauens in Reisen und Tourismus und Wirtschaftsaufschwung, aus den Erfahrungen der Pandemie lernen und Priorisierung einer nachhaltigen Entwicklungsagenda für den Tourismus der Zukunft sind einige Themen, die im Entwurf des Dokuments des G20-Tourismusminister-Treffens unter italienischer Präsidentschaft und in Anwesenheit von Minister Massimo Garavaglia aufgelistet sind.

Wegen der Pandemie sind weltweit fast 62 Millionen Jobs im Tourismusbereich verloren gegangen, geht aus dem Dokument hervor. Die Perspektiven des Tourismus und der Reisebranche sind weiterhin ungewiss.

apa/stol