Durch einen Eintrag in das Amtsblatt der Republik wurde die Zustimmung des Interministeriellen Komitees für Wirtschaftsprogrammierung (CIPE) aus dem Jahr 2009 gültig, teilte eine Sprecherin der Brenner-Basistunnel-Gesellschaft (BBT SE) am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz in Bozen mit.Damit genehmigen die Staaten Österreich und Italien den Bau des Mega-Projektes finanziell und technisch. Allerdings sieht Landeshauptmann Luis Durnwalder die Querfinanzierung durch die A22 in Frage gestellt.Das Vorprojekt des italienischen Abschnitts des „Ausbaus der Eisenbahnachse München-Verona: Brenner Basistunnel“ sei vom CIPE mit Beschluss bereits am 20. Dezember 2004 genehmigt worden. Diese wurde im Offiziellen Amtsblatt der Republik Italien vom 20. Juli 2005 veröffentlicht wurde. Nun ist auch das Einreichprojekt mit der Unterschrift des Premierministers Silvio Berlusconi abgesegnet worden.BBT-SE-Chef Konrad Bergmeister rechnete gegenüber Medien damit, dass er noch im Frühjahr den Bauauftrag erhält. Beim Startschuss für den Probestollen in Innsbruck Anfang Dezember 2009 war mit einem Baubeginn des Haupttunnels Anfang 2010 gerechnet worden.Die Baukosten werden laut Preisbasis vom 1.1.2009 8 Mrd. Euro betragen. „Werden diese Baukosten mit 2,5 Prozent vorausvalorisiert bis zur geplanten Fertigstellung des Haupttunnels im Jahr 2025, dann kommt man auf einen Betrag von 9,7 Mrd. Euro“, erklärte Bergmeister. Eine Mrd. Euro hat die EU zugesichert. Den restlichen Betrag teilen sich Italien und Österreich.Der 55 km lange Brennerbasistunnel ist das Kernelement des Korridorabschnittes München-Verona. Er wird Innsbruck mit Franzensfeste in Italien verbinden und stellt somit einen wesentlichen Bestandteil der insgesamt etwa 2.200 Kilometer langen Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsachse Berlin-München-Verona-Palermo dar. 31 Kilometer befinden sich auf österreichischem Staatsgebiet, 24 Kilometer auf italienischem Boden. Dazu kommen rund acht Kilometer Tunnelstrecke der bestehenden Umfahrung Innsbruck, wodurch sich die Gesamtlänge auf 63 Kilometer erstreckt.Der erste Startschuss für den Probestollen fiel bereits im Jahr 2006, damals ging die Regierung von einem Baubeginn 2007 und einer Vollendung 2015 aus. Schon zu diesem Zeitpunkt gab es heftige Kritik an dem Tunnel. Derzeit wird nicht mit einer Fertigstellung des Projekts vor 2022 gerechnet.apa